Rosenheim – Mit Peter Wagner verliert die Region einen Unternehmer, der ihre wirtschaftliche Entwicklung über Jahrzehnte mitgestaltet hat. Der langjährige Geschäftsführer und Gesellschafter der Alpenhain Käsespezialitäten GmbH und Mitgründer der Frischpack GmbH verstarb im Alter von 89 Jahren.
Geboren 1937 in Nürnberg, führte ihn sein beruflicher Weg zunächst in die Baubranche. Nach dem Studium des Bauingenieurwesens arbeitete er als Bauleiter im Straßen- und Brückenbau. Mit der Heirat von Antonia Hain im Jahr 1965 eröffnete sich jedoch eine neue Perspektive: Als sich die Frage der künftigen Verantwortung in den Familienunternehmen stellte, verließ Peter Wagner die Baubranche, absolvierte die Ausbildung zum Molkereimeister in Weihenstephan und wechselte zu Alpenhain und damit in die Milchwirtschaft.
Von 1969 bis 2002 stand er als Geschäftsführer an der Spitze des Unternehmens. Gemeinsam mit seinem Schwager Gottfried Hain entwickelte er Alpenhain weiter. 1972 gründete er die Frischpack GmbH, die über die Jahre ebenfalls zu einem bedeutenden Arbeitgeber der Region wurde. Auch nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführer blieb Peter Wagner den Unternehmen als Beirat verbunden. Erst 2016 zog er sich vollständig aus seinen Ämtern zurück.
Peter Wagner dachte nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Entscheidungen traf er mit Blick auf die langfristige Entwicklung der Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden. Gemeinsam mit Gottfried Hain baute er Alpenhain, Frischpack und ALPMA zu einer Unternehmensgruppe aus, die heute rund 1.500 Menschen beschäftigt. Die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen verstand er als Kern unternehmerischer Verantwortung. Im Jahr 2003 wurde der Übergang in die nächste Generation vollzogen und so die Familientradition fortgeführt.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau hatte er drei Töchter. Auf seine neun Enkel und zwei Urenkel war er besonders stolz. Familie und Freundschaften nahmen in seinem Leben einen wichtigen Platz ein. Trotz seiner Verantwortung als Unternehmer blieb Peter Wagner stets ein Mensch, der die Gesellschaft anderer suchte und schätzte.
Die Berge waren für ihn eine zweite Heimat. Ob auf Skitouren in den Alpen oder bei Wanderungen in die Gebirge der Welt – Bewegung in der Natur bedeutete für ihn Freiheit. Gipfel im Himalaya, in den Anden oder der Kilimandscharo waren Stationen seiner Reisen. Auch über den Bergsport hinaus war er sportbegeistert.
Sein christlicher Glaube prägte sein Denken und Handeln. Zahlreiche Vereine, soziale Einrichtungen und kirchliche Projekte konnten über viele Jahre auf seine Unterstützung zählen.Werner Stache