Radfahrer stirbt nach Kollision bei Riedering

von Redaktion

Autofahrerin erfasst 34-Jährigen

Riedering – Ein tragischer Verkehrsunfall hat sich am Samstagnachmittag auf der Kreisstraße zwischen Schralling und Hirnsberg ereignet. Ein 34-jähriger Münchner war gegen 15.30 Uhr allein mit seinem Gravelbike unterwegs. Hinter ihm fuhr eine 58-jährige Autofahrerin in dieselbe Richtung.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei übersah die Frau den Radfahrer aus bislang ungeklärter Ursache und fuhr auf ihn auf. Der 34-Jährige wurde über ihr Auto geschleudert und erlitt schwerste Verletzungen. Nachfolgende Autofahrer eilten sofort zu Hilfe. Sie setzten den Notruf ab und begannen umgehend mit der Reanimation.

Reanimationsversuche ohne Erfolg

Wenige Minuten nach der Alarmierung traf die Feuerwehr Pietzing mit zwölf Einsatzkräften ein. Sie sperrte die Unfallstelle ab, während die First Responder der Wehr die Wiederbelebungsmaßnahmen übernahmen. Später setzten Rettungsdienst und zwei Notärzte die Reanimation fort. Auch ein Rettungshubschrauber war alarmiert worden. Trotz aller Bemühungen kam für den 34-Jährigen jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle.

Gutachter soll Unfallursache klären

Um die Ursache des Unfalls zu klären, ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, ein unfallanalytisches Gutachten an. Der Sachverständige begann noch am Unfallort mit seinen Untersuchungen. Dabei werden unter anderem Brems- und Schleuderspuren, die Beschädigungen an Pkw und Fahrrad sowie die Straßen- und Sichtverhältnisse ausgewertet, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren. Der Wagen der 58-Jährigen wies im Front- und Dachbereich erhebliche Schäden auf.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall unmittelbar nach dem Ortsausgang von Schralling. Auf dem geraden und übersichtlichen Straßenabschnitt ist eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde erlaubt.

Kriseninterventionsteam vor Ort

Die 58-jährige Autofahrerin erlitt einen Schock. Sie wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend vom Kriseninterventionsteam betreut. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Rosenheim.

Gegen 19 Uhr konnte die Feuerwehr den emotional herausfordernden Einsatz beenden. Ersthelfer, First Responder und Rettungsdienst hatten lange um das Leben des jungen Mannes gekämpft. „Wir haben danach noch zusammengesessen und alles besprochen“, sagt Kommandant Simon Öttl. „Denn nach so einem Einsatz sollte niemand mit seinen Gedanken allein sein.“ Kathrin Gerlach

Artikel 4 von 11