Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen nahe Kiefersfelden zwei Gruppen afrikanischer Migranten zurückgewiesen. Am vergangenen Samstag verweigerten die Beamten zunächst fünf eritreischen Staatsangehörigen die Einreise, anschließend auch fünf Somaliern – beide Gruppen verfügten nicht über die für die Einreise oder den geplanten Aufenthalt in Deutschland erforderlichen Dokumente. Über das gesamte Wochenende stellten die Rosenheimer Bundespolizisten insgesamt rund 20 Personen fest, die offenkundig versuchten, illegal einzureisen. Die fünf Somalier waren in einem Pkw unterwegs. Da sie nach ersten Erkenntnissen der Polizei bereits in der Vergangenheit in Österreich registriert worden waren, erhielten alle eine Anzeige wegen des Verdachts des illegalen Einreiseversuchs – der Fahrer zusätzlich wegen des Verdachts der Schleusung. Die fünf Eritreer waren im Zug von Kufstein nach München angetroffen worden und hatten lediglich abgelaufene italienische Aufenthaltserlaubnisse vorgelegt. Unter ihnen befanden sich drei Minderjährige. Ein 37-jähriger Mann, der die Zugfahrkarten organisiert hatte, erhielt eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf Einschleusen von Ausländern.