Romed-Klinikverbund senkt Defizit deutlich auf 11,5 Millionen Euro
Aufsichtsrat billigt Jahresabschluss 2025 einstimmig – Düstere Aussichten für 2027
Rosenheim – Der Romed-Klinikverbund hat seinen Jahresabschluss 2025 mit einem Defizit von 11,5 Millionen Euro abgeschlossen – und damit deutlich besser als geplant.
Wie der Klinikverbund mitteilt, hat der Romed-Aufsichtsrat den Abschluss am vergangenen Dienstag einstimmig gebilligt. Der Wirtschaftsplan hatte ein Defizit von 15 Millionen Euro vorgesehen. Das verbleibende Defizit tragen die Stadt und der Landkreis Rosenheim als Träger der Kliniken je zur Hälfte.
Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze erklärte: „Dank unserer sehr engagierten Mitarbeitenden konnten wir den Planansatz mit 3,5 Millionen Euro unterschreiten. Ausschlaggebend waren Leistungssteigerungen im ambulanten wie stationären Bereich. Diesen Kurs setzen wir in diesem Jahr fort.“
Im Zuge der Krankenhausreform hat der Romed-Klinikverbund die vorgeschriebene Meldung von Leistungsgruppen fristgerecht an das bayerische Gesundheitsministerium übermittelt. Für knapp 60 verschiedene Leistungsgruppen erfülle der Verbund die Voraussetzungen. Die Zuteilung der Leistungsgruppen durch das Ministerium erwarten die Romed-Kliniken bis Jahresende.
Für die regionale Bevölkerung sei die Notfallversorgung an allen Standorten rund um die Uhr gesichert, heißt es in der Mitteilung weiter. Parallel treibe der Verbund die Konzentration von Leistungen und die Bildung spezialisierter Zentren voran:
Die Romed-Klinik Bad Aibling verfügt über besondere Expertise in der Altersmedizin, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Bariatrie sowie in der Versorgung von Hernien. Die Romed-Klinik Prien konzentriert sich auf die Orthopädie und bietet das vollständige konservative und operative Spektrum im Bereich der Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen an. An der Romed-Klinik Wasserburg haben sich gefäßchirurgische Experten auf Operationen bei krankhafter Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) spezialisiert.
Das Romed-Klinikum Rosenheim erfüllt die Aufgaben eines Maximalversorgers mit hochmoderner und komplex-spezialisierter Medizin – darunter die Behandlung von Schwerstverletzten, Schlaganfallpatienten und Menschen mit Herzinfarkt. Das zertifizierte Onkologische Zentrum deckt zudem das gesamte Spektrum maligner Erkrankungen in Diagnostik und Therapie ab.
Für das Wirtschaftsjahr 2027 zeichnete Geschäftsführer Dr. Schulze jedoch ein düsteres Bild: „Aufgrund des im Gesetzgebungsverfahren befindlichen GKV-Stabilisierungsgesetzes ist mit neuen, gravierenden Erlöskürzungen zu rechnen. Die Krankenhäuser werden das nicht kompensieren können. Wenn die Bundespolitik hier nicht nachbessert, wird das wieder zu steigenden Defiziten führen.“