Mühldorf – Es ist ein Mega-Thema der Zeit: Reichen die Pflege-Angebote für die Menschen im Alter, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Babyboomer in Rente gehen. Viele sind in Sorge: Gibt es ausreichend Heimplätze, wenn es mal nicht mehr klappt mit dem Leben in den eigenen vier Wänden? Ist die Pflege überhaupt noch bezahlbar? Die Redaktion hat bei der Seniorenmesse in Mühldorf Besucher gefragt.
Otto Lenz aus Egglkofen sagt dazu: „Seniorenheime entstehen beinahe überall. Ich habe daher keine Sorge, einen Platz zu finden, wenn ich ihn wirklich brauche. Die Zuzahlungen sind zwar enorm, trotzdem wäre mir ein vernünftiges Heim lieber als eine Betreuung zu Hause.“
Annemarie Deinböck aus Mettenheim meint: „Eigentlich stelle ich es mir nicht übermäßig schwierig vor, einen Heimplatz zu finden. Aber die Kosten kann sich kaum einer leisten. Ich zahle daher schon lange privat in eine Pflegeversicherung ein.“
Ernst Böhm aus Polling äußert Bedenken: „Mit der Unterbringung in einem passenden Heim könnte es wirklich schwierig werden. Pflegeheime sind bei uns zwar allgegenwärtig, doch meine Bedenken drehen sich um nötige Fachkräfte, die ja Mangelware sind.“
Gertraud Ertl aus Mühldorf erklärt: „Auf keinen Fall will ich mein Haus verlassen und in eine Pflegeeinrichtung umziehen. Da organisiere ich mir lieber eine passende häusliche Pflege. Einfach ist es aber nicht, einen guten Dienstleister zu finden, da habe ich schon meine Erfahrungen.“
Johann Obermaier aus Mühldorf fragt sich: „Ein Seniorenheim ist viel zu teuer, wer soll das stemmen? Ich bin für Pflege daheim, allerdings müssen Räumlichkeiten vorhanden sein, denn bei einer 24-Stunden-Pflege muss die Schwester übernachten können.“
Christine Liebhart aus Mettenheim gibt zu bedenken: „Über Heimplätze habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich lasse die Sache auf mich zukommen und gerate nicht in Panik. Es gibt immer einen Weg. Wahrscheinlich würde ich einen häuslichen Pflegedienst bevorzugen.“