Ansturm auf Herbstfest-Reservierungen

von Redaktion

Buchungsstart für Plätze in der Auerbräu-Festhalle – Wiesnfans stehen Schlange vor dem Auerbräu-Büro, teils sogar die ganze Nacht

Rosenheim – Sich wie alle anderen morgens um halb neun zum Reservierungsstart beim Auerbräu anstellen? Das ist für Mike Henninger, Dominik Naundorf und Kurt Boruttau keine Option. Schon seit Montagabend um 21 Uhr hielten sie vor dem Auerbräu-Büro in der Münchner Straße in Rosenheim die Stellung – und das, obwohl Reservierungen erst ab Dienstagmorgen möglich waren. Deshalb waren sie auch die Ersten, die sich einen Tisch auf dem diesjährigen Rosenheimer Herbstfest sichern konnten.

„Das Herbstfest ist
einfach griabig“

„Wir bekamen sogar eine Biertischgarnitur zum Überbrücken der Zeit“, erzählt Dominik Naundorf. Auch an Getränken mangelte es nicht und Campingstühle hatten die Männer ebenfalls zur Verfügung. Ob sie die ganze Nacht durchgemacht haben? „Drei Stunden Schlaf waren noch drin“, berichtet Kurt Boruttau. Aber bei bester Stimmung kann eben nicht viel Schlaf herumkommen. „Gemütlich, feucht und fröhlich“ sei der vorherige Abend gewesen, wie Mike Henninger erzählt.

Das Trio gehört immer zu den Ersten, die bei Auerbräu einen Tisch ergattern wollen. „Wir haben uns 2014 nach dem WM-Finale kennengelernt und uns alle sympathisch gefunden“, erinnert sich Henninger. Seitdem treffen sie sich jedes Jahr hier wieder. „Die Stimmung in der Auerbräu-Festhalle ist einfach unvergesslich“, sagt Dominik Naundorf. „Super Band, super Personal und gutes Bier“, fasst er seine Herbstfest-Erfahrungen zusammen.

Einige Meter hinter dem Trio in der Schlange steht Chrissy. Die 30-Jährige wartet schon seit 6 Uhr morgens und steht fast am Anfang der Schlange. Für sie hat es sich also gelohnt. „Wir gehen jedes Jahr mit der Arbeit aufs Herbstfest und die Arbeit hat mich hergeschickt“, sagt sie. Sie sei gewissermaßen beruflich hier – und freue sich schon sehr auf die fünfte Jahreszeit.

Da geht es zwei weiteren Männern in der Schlange ähnlich, die seit 7.30 Uhr warten. „Seit ich denken kann, bin ich immer in der Auerbräu-Festhalle. Für mich gibt es nichts anderes“, sagt einer von ihnen.

Auch Benedikt und Matthias warten auf den Reservierungsstart. „Das Rosenheimer Herbstfest ist einfach griabig“, sagt Benedikt. Man komme zusammen, es sei gesellig und ein „super schönes Festl“, sagt Matthias, der eigentlich aus Innsbruck stammt und extra zum Reservierungsstart nach Rosenheim gekommen ist.

Um Punkt 9 Uhr darf Dominik Naundorf dann als Erster in der Schlange das Auerbräu-Fass anzapfen. Statt des klassischen „O‘zapft is“ gibt es von Naundorf ein „Prost beinand“ zu hören, doch das stört niemanden. Die ersten Gläser und Masskrüge werden befüllt und verteilt, die extra angereisten Musikanten spielen ein „Prosit der Gemütlichkeit“.

Überraschungen
und Neuerungen

Verantwortlich für das Bier ist beim Auerbräu der Braumeister Sepp Kronast. „Schmecken und ausschauen tut es wieder hervorragend“, sagt er. Man habe dieses Jahr wieder neue Rohstoffe, das sei eine Herausforderung. „Aber ich glaube, wir haben es gut hinbekommen“, betont Kronast. Er freut sich schon darauf, wenn das Bier im Zelt endlich angezapft ist und das Herbstfest starten kann.

Auch für das leibliche Wohl wird wieder gesorgt sein. Werner Heinrichsberger ist Festwirt in der Auerbräu-Festhalle und will auch heuer auf klassische Wiesenschmankerl setzen. „Wir schauen, dass wir ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben und dass es für die Leute erschwinglich bleibt“, betont er. Der Festwirt freut sich schon auf „16 Tage schönes Wetter und glückliche Leute“.

Auerbräu-Pressesprecher Michael Hinterseer blickt ebenfalls mit Vorfreude auf das Herbstfest. „Wir stecken mitten in den Vorbereitungen“, sagt er. Zudem gebe es ein paar Änderungen, auf die sich die Besucher freuen können. „Dieses Jahr werden wir, wenn man auf die Halle schaut, eine Neuerung haben“, verrät Hinterseer.

Und welche Überraschung gibt es noch? „Das Thema Hopfengasse wird dieses Jahr eine große Rolle spielen bei uns.“ Was genau er damit meint und wie das Ganze aussehen soll, das verrät er nicht. Jetzt gilt es erst einmal für die Besucher, einen guten Platz zu ergattern. Reservierungen sind unter Telefon 08031/ 7969679 oder vor Ort in der Münchener Straße in Rosenheim möglich (Montag bis Donnerstag: 9 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr; Freitag: 9 bis 13 Uhr).

Magdalena Aberle

Artikel 5 von 11