Sogar Mats Hummels interessiert sich für Rosenheim

von Redaktion

Historischer Triumph für die Tennisspieler des TSV 1860 Rosenheim: Den Meistertitel in der Bundesliga geholt

WARosenheim – Eine sportliche Meisterehrung jagt die nächste: Nachdem Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan im Juni die Fußballer vom TSV 1860 Rosenheim für den Aufstieg in die Bayernliga ehren durfte, ging es jetzt noch eine Nummer größer, denn die Tennisspieler der Sechziger erhielten ihre Auszeichnung. Erstmals in der Geschichte der deutschen Tennis-Bundesliga ist der Meistertitel nämlich nach Rosenheim gegangen.

OB würdigt die
„Arbeit rundherum“

Schon alleine dies nötigte dem Oberbürgermeister großen Respekt ab. Für ihn sei nicht nur der sportliche Erfolg bemerkenswert, sondern auch „die ganze Arbeit drumherum“. Sechziger-Abteilungsleiter Dieter Dörfler zeigte sich „mächtig stolz, deutscher Meister in der stärksten Liga der Welt“ geworden zu sein. Er bedankte sich bei der Stadt Rosenheim für die gute Zusammenarbeit, nannte dabei explizit Christian Weiß für die Unterstützung und dankte den Helfern im Verein, den Sponsoren und Fans. Als großes Erfolgsgeheimnis bezeichneten die Rosenheimer Verantwortlichen den Zusammenhalt in der Mannschaft. Dörfler erwähnte als Beispiel einen Satz, den der italienische Profi Stefano Napolitano in die Whatsapp-Gruppe schrieb: „Diese Atmosphäre und diese Freundlichkeit im Verein sind etwas, das sich auch kein Millionär kaufen kann.“ Rosenheims Bundesliga-Manager Thomas Detterbeck blickt auf den Weg der Sechziger in den letzten Jahren zurück. Dass man vor sieben Jahren aufgestiegen war, auch mal gegen den Abstieg kämpfen musste und sich mittlerweile Schritt für Schritt verbessert habe. Gerade die Doppelpositionen seien entscheidend gewesen, zudem hob er auch die Homogenität in der Mannschaft hervor. Und er hegt die Hoffnung, dass „durch den Profisport auch der Breitensport nachzieht“.

36 Prozent sind
Kinder und Jugendliche

Bei den Sechzigern ist das durchaus der Fall, denn: Die Abteilung hat 495 Mitglieder, darunter sind 36 Prozent Kinder und Jugendliche. „Tennis ist nicht mehr die elitäre Angelegenheit wie früher“, erklärte Erdogan und erhoffte sich durch den Meistertitel noch einmal „einen enormen Schub“. Der Oberbürgermeister bezeichnete die Tennisanlage an der Pürstlingstraße als „Hexenkessel“, weiß aber auch, dass dort bauliche Verbesserungen notwendig sind. Gemeinsam müsse man nun in den nächsten Jahren schauen, „den Platz in alle Richtungen weiterzuentwickeln“. Abteilungsleiter Dörfler möchte auch die Beziehungen zu den Nachbarvereinen weiterentwickeln.

Eine harmonische Zusammenarbeit sei für ihn ein „persönliches Anliegen“. Fast wie das fest arrangierte Duell im Padel-Tennis gegen den Oberbürgermeister. „Darauf freue ich mich schon“, so Dörfler, während der OB eher auf Understatement machte. „Die werden mich rundmachen“, meinte er angesichts zeitlich begrenzter Trainingsmöglichkeiten augenzwinkernd. Beim gemeinsamen Termin präsentierten die 1860-Verantwortlichen auch den Meisterpokal und den Meisterwimpel. Diesen gilt es in der neuen Saison zu verteidigen.

Einen prominenten Mitstreiter gibt es dann jedenfalls: Der frühere Fußballprofi Mats Hummels ist ein Spezl von Rosenheims Spieler Nikoloz Basilashvili und hat den Sechzigern in seinem Podcast zum deutschen Meistertitel gratuliert und dabei auch zugesagt, im kommenden Jahr auch an der Pürstlingstraße vorbeizuschauen. Ob die Rosenheimer danach wieder mit dem Meisterpokal beim OB vorbeischauen? Dies sei „nicht unwahrscheinlich, wird aber hart“, meinte Dörfler zu den Aussichten.

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