Rosenheim – Der Kreistag Rosenheim hat die überarbeitete Neufassung des Teilhabeplans für Menschen mit Behinderungen als verbindlich beschlossen. Wie das Landratsamt mitteilt, soll der Plan ein „Aktionsplan für mehr Inklusion“ sein. Seit 2013 gibt es diesen Teilhabeplan; in den vergangenen knapp zwei Jahren wurde er überarbeitet. Landrat Otto Lederer bezeichnete die Neufassung als „sehr gut gelungenes Werk“.
Sozialplanerin Sevgi Cetinkaya hatte die Federführung bei der Fortentwicklung des Teilhabeplans übernommen, als der Prozess bereits lief. Sie führte ihn zu Ende, wertete die Ergebnisse aus und legte dem Kreistag die nun verabschiedete Fortschreibung vor. „Ein Aktionsplan soll er werden“, sagte Cetinkaya. Für sie ist Inklusion kein Randthema: Im Landkreis Rosenheim leben über 20.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung. Von inklusiven und barrierefreien Strukturen profitierten aber weitaus mehr Menschen. „Zum Beispiel nach einem Unfall kann jeder auf Barrierefreiheit angewiesen sein“, so Cetinkaya. Fachlich begleitet wurde die Entwicklung des Teilhabeplans von einer Steuerungsgruppe. Der Plan beschreibt konkrete Handlungsempfehlungen für Gemeinden und den Landkreis. Darüber hinaus dient er Verbänden, Einrichtungen und Organisationen als fachliche Orientierung für ihre eigenen Maßnahmen und Planungen.
Inhaltlich gliedert sich der Teilhabeplan in fünf Handlungsfelder: „Freizeit, Kultur und Sport“, „Mobilität und Verkehr“, „Bildung“, „Arbeit und Beschäftigung“ sowie „Wohnen und unabhängige Lebensführung“. Die zahlreichen Ideen und Vorschläge stammen von fast 500 Personen, die innerhalb von knapp zwei Jahren an zwei Teilhabekonferenzen, fünf Fachforen, vier Zukunftswerkstätten sowie online mitgewirkt haben.
Der Teilhabeplan soll in Kürze auf der Website des Landkreises unter www.landkreis-rosenheim.de veröffentlicht werden. Zudem ist eine Übertragung in Leichter Sprache geplant.