Als das Werk fertig war, war es wieder Hans Dietrich der es fotografisch festhielt und uns so überlieferte.
Der Entwurf von Karl Prokop hat sich im Nachlass erhalten. Foto Hans Dietrich (© Werner Krämer, Stadtarchiv Rosenheim
Rosenheim – Ein gereimter Vierzeiler unterstreicht das Thema: „Wenn wir einmal in Himmel kommen/Krieg’n wir ein Paradies. /Wo Brat’n und Würst der Bäume Frucht / Und Bier statt Wasser is‘!“.
Hans Dietrich sollte zur Vorbereitung ein Foto von der Festwirtin und dem Braumeister machen, die sich mit zwei Steinzeug-Masskrügen zuprosten. Doch Maria Partenhauser wollte sich partout nicht auf der Wand abbilden lassen. Also musste ihr jüngerer Sohn Anton einspringen, wie sich heute noch der Enkel Hans Partenhauser bestens erinnert. So hielt der Rosenheimer Fotograf also links Anton Partenhauser und rechts Julius Niedermeier fest.
Für seinen Entwurf schnitt Karl Prokop die beiden Herren aus der Fotografie aus, klebte sie auf ein Papier und skizzierte um sie herum Bäume, Wiese und den Spruch. Da die beiden als bayerische Engerl im Himmel abgebildet sind, erhielten sie auch kleine Flügel. Ein Quadratraster erleichterte die Größenberechnung und die Übertragung auf die Wand.
1965 übernahmen Wastl und Resi Gruber als Festwirte das Flötzinger Zelt. Nach einigen Jahren musste der Küchenbau modernisiert werden und neue Durchreichen wurden ausgebrochen. So verschwanden die beiden Herren, der Sohn der Festwirtin, Anton Partenhauser und der Braumeister vom Flötzinger, Julius Niedermeier.
Die oberen Teile der beiden Bäume und der Spruch haben sich erhalten. Damals neu hinzugefügte Malerei-Elemente überspielen seither die Umgestaltung.