Freiwilliges soziales jahr

„Wertvolle Einblicke in Notfallmedizin“

von Redaktion

Malteser bieten Mitarbeit im Fahrdienst und Krankentransport an

Rosenheim – Abschlusszeugnis in der Tasche – und nun? Viele Absolventen wissen noch nicht, wie es weitergehen soll. Wer nicht gleich studieren möchte oder auf den Studien- oder Ausbildungsplatz noch warten muss, ist mit einem Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gut beraten. Die Malteser bieten dazu in Rosenheim noch mehrere freie Plätze im Fahrdienst für Patienten und Menschen mit Behinderung sowie im Rettungsdienst/Krankentransport an.

In beiden Diensten können Freiwillige einen guten Einblick in den abwechslungsreichen Alltag in dem entsprechenden sozialen Bereich bekommen und nach der Schulung und Einarbeitung einen wichtigen Beitrag leisten. Interessenten müssen mindestens 19 Jahre alt sein und den Pkw-Führerschein sowie ein Jahr Fahrpraxis (ohne begleitetes Fahren) vorweisen. Darüber hinaus sollten die künftigen „Bufdis“ Freude am Umgang mit Menschen, Flexibilität und Teamfähigkeit mitbringen, betonen die Malteser.

Der Einsatz ist für zwölf Monate vorgesehen, unter Umständen kann aber eine andere Dauer vereinbart werden. Die Freiwilligen erhalten monatlich Taschengeld und Verpflegungszuschuss in Höhe von insgesamt 500 Euro und besuchen mehrere Seminare. Die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung werden übernommen. Zusätzlich finanzieren die Malteser im Bezirk Ost-Oberbayern allen Freiwilligen eine Bahncard 50, die auch für Privatfahrten genutzt werden kann.

Die Einsatzzeit wird meistens als Wartezeit bei der Studienplatzvergabe gerechnet und bei einer Bewerbung für eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich oft als Vorpraktikum anerkannt. Von Arbeitgebern wird eine solche Station im Lebenslauf in der Regel positiv bewertet.

Ob zur beruflichen Orientierung oder zur Erweiterung des Horizonts – im Rahmen eines Freiwilligendienstes gewinnen junge Menschen oft zum ersten Mal Einblick in den Alltag von Hilfebedürftigen und von Beschäftigten im sozialen Bereich und sammeln interessante Erfahrungen, die sie später meist nicht missen möchten. Auch wer sich anschließend nicht für einen sozialen Beruf entscheidet, profitiert von dieser Zeit, betonen die Malteser.

Das kann auch Hannes Schmid bestätigen. Der 20-Jährige hat nach dem Abitur im September 2016 einen Freiwilligendienst im Krankentransport begonnen und diesen inzwischen freiwillig auf die höchstmögliche Zeit von 18 Monaten verlängert. „Ich habe wertvolle Einblicke in die Arbeit des Rettungsdienstes und in die Notfallmedizin bekommen, mit all ihren positiven wie auch negativen Facetten“, berichtet er. Schmid ist sich sicher, dass er vieles, was er zum Beispiel hinsichtlich Patientenversorgung, medizinischen Begriffen, Zusammenarbeit im Team und mit Dritten gelernt hat, auch künftig beruflich und privat anwenden kann.

Besonders geschätzt habe er, dass er von den Kollegen von Anfang an als vollwertiges Teammitglied anerkannt, gefordert, aber auch stark gefördert worden sei. Seine berufliche Zukunft sieht Schmid dennoch weder im sozialen noch im medizinischen Bereich. Nach dem Freiwilligendienst möchte er zur Bundespolizei gehen.

Mit den Kenntnissen aus der Ausbildung zum Rettungssanitäter zu Beginn seines Bundesfreiwilligendienstes bleibt er den Rosenheimer Maltesern im Sanitätsdienst jedoch ehrenamtlich erhalten.

Bufdi bei den Maltesern

Informationen zu Einsatzmöglichkeiten und Rahmenbedingungen für Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr gibt es bei Katharina Kallrath (Fahrdienst) oder Ernst Schütz (Rettungsdienst/Krankentransport) unter Telefon 08031/809570 oder unter www.malteser-freiwilligendienste.de. Nach Absprache gibt es für Interessenten die Möglichkeit, in den gewünschten Bereich hineinzuschnuppern.

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