Rosenheim – Die gute Nachricht vorweg: Rosenheims Fortbestand der Bevölkerung ist gesichert. Selbstverständlich ist das hinsichtlich des demografischen Wandels nicht – wie Thomas Bugl, Pressesprecher und Wirtschaftsdezernent der Stadt, bei der Präsentation des Wirtschaftsberichts dem Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus klar machte.
Die Stadt Rosenheim ist von 2010 bis 2015 um 3,2 Prozent gewachsen und liegt mit dieser Entwicklung bei den bayerischen kreisfreien Städten auf Rang zwölf. Rosenheim weist Bugl zufolge eine „hohe Standortattraktivität“ auf – ein Grund, warum Menschen kontinuierlich zuziehen. Rosenheim gewinnt jährlich durchschnittlich 500 Einwohner, 2015 und 2016 waren es sogar rund 1000. „Verantwortlich dafür waren vor allem Wanderungsgewinne“, so Bugl. Die Zuwanderung speise sich hauptsächlich aus ausländischer Wohnbevölkerung (2012 bis 2016: ein Plus von 34,7 Prozent). Die inländische Wohnbevölkerung stagnierte dagegen (2012 bis 2016: null Prozent). Dadurch stieg der Ausländeranteil in der Wohnbevölkerung kontinuierlich an – er lag im vergangenen Mai gemäß den Zahlen des Einwohnermeldeamtes bei 21 Prozent.
Rosenheim wird in den kommenden Jahren weiter wachsen: Bis 2035 wird ein Bevölkerungszuwachs von insgesamt 6,4 Prozent erwartet. So lauten zumindest die Prognosen des Bayerischen Landesamtes für Statistik. Demnach könnte die Einwohnerzahl dann bei knapp 67000 liegen.
Klar ist aber auch: „Die Bevölkerung wird deutlich altern“. So wird das derzeitige Durchschnittsalter von 42,9 Jahren auf 44,7 Jahre im Jahr 2035 ansteigen.
Ein Blick auf die Zusammensetzung der Generationen gibt folgendes Bild: Die über 60-Jährigen steigen bis 2035 auf einen Anteil von 22 Prozent an. Auch die Zahl der unter 19-Jährigen wird in diesem Zeitraum um vier Prozent wachsen.
Die Gruppe dazwischen (19 bis 60 Jahre) wird bis 2025 stabil bleiben und um rund 2,5 Prozent wohl zunehmen.
Aktuell umfasst sie 35000 Menschen. Ab 2026 nimmt sie gegenüber dem heutigen Stand wohl um 2,5 Prozent wieder ab und verbleibt bis 2032 dann auf diesem Niveau.
„Für den heimischen Arbeitsmarkt ist diese stabile Entwicklung erfreulich“, so das Fazit von Wirtschaftsdezernent Bugl.