Nachruf

von Redaktion

Rosenheim – Im Alter von 94 Jahren ist Manfred Rummel, ehemals Vorsitzender der Alpenvereinssektion Rosenheim und leidenschaftlicher Bergsteiger, gestorben.

Nach mehreren Jahren als Zweiter Vorsitzender wurde Rummel 1959 von den damals 800 Mitgliedern der Alpenvereinssektion Rosenheim zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Diese Funktion übte der Verstorbene bis 1970 aus. Sein Anliegen für die Vereinsarbeit fasste er einmal so zusammen: „Sinn und Aufgabe der Tätigkeit der Sektion soll es sein, das Erarbeitete zu bewahren und auszubauen, im Rahmen der Möglichkeiten die bergsteigerische Tätigkeit zu fördern, vor allem aber das Interesse der Jugend für die Ziele der Sektion zu wecken.“ So gab es in Rummels Ära besondere anspruchsvolle alpine Leistungen in der Sektions-Jungmannschaft mit Werner Karl, Schorsch Haider und Peter Keill. Die Sektionsmitglieder Jörg Lehne und Sigi Löw (Nanga Parbat, Eiger Nordwand Winterbegehung, Große Zinne Nordwand) waren erfolgreiche Bergsteiger in der Amtszeit des Verstorbenen.

Die gemeinsam mit Heinz Heidenreich organisierten Bergfahrten stellten den Beginn der bis heute erhaltenen Tourenaktivitäten der Sektion Rosenheim im Sommer wie im Winter dar.

Für das nicht mehr zu sanierende Alpenvereinshaus auf der Hochries aus dem Jahre 1934 wurde 1958 ein Steinbau errichtet. Zur Finanzierung mussten damals 134 Tagwerk Grundstücke des Nordhanges verkauft werden. Das Brünnsteinhaus erhielt in der Ehrenamtszeit von Rummel einen Anbau für Sanitäranlagen. Eine Kläranlage und die Wasserreserve wurden unter Vorsitz des Verstorbenen zukunftsfähig saniert.

In die elfjährige Tätigkeitszeit des Alpenvereinsvorsitzenden Rummel fielen auch die schwierigen Verhandlungen um die Erschließung der Hochries als Wintersportgebiet mit einer Seilbahn.

In seiner Freizeit war der Verstorbene gemeinsam mit seiner Frau Traudl leidenschaftlich gerne als Bergsteiger aktiv.fxk

Artikel 7 von 11