Herr Auer, was ist das Besondere an Ihrem Stadtteil?
Der Stadtteil Endorfer Au ist gekennzeichnet durch die wunderbare Lage zwischen Mangfall und Kanal. Man ist mitten in der Stadt und durch die Gewässer trotzdem dörflich abgeschirmt. Die Menschen im Stadtviertel kennen sich untereinander. Das ist eine gute Voraussetzung für nachbarschaftliche Beziehungen. Man hilft sich gegenseitig. Ich schätze besonders die ehrliche und direkte Art der Bewohner. Man ist hier authentisch und „geradeaus“.
Welche Schwerpunkte legen Sie in Ihrer Arbeit? Was ist Ihnen besonders wichtig?
Am Anfang meiner Arbeit in der Freiwilligenagentur habe ich schwerpunktmäßig Vermittlungstätigkeit von Ehrenamtlichen in soziale Projekte vor Ort unternommen. Im Moment verschiebt sich die Tätigkeit immer mehr hin zu Aufgaben innerhalb des Quartiers, wie etwa die Organisation des Stadtteilfestes mit den Bewohnern vor Ort, die Stadtteilzeitung und als wesentliches Organ die Stadtteilversammlung im Bürgerhaus. Wichtig ist mir, das Bürgerhaus als Zentrum des Viertels wieder neu zu beleben und ich hoffe sehr, dass es mir gelingt, die Leute vor Ort von der Idee „Miteinander-Füreinander“ zu begeistern
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Was funktioniert Ihrer Meinung nach in Ihrem Stadtteil besonders gut?
Die offene Struktur des Stadtteils – keine Zäune zwischen den Häusern – ermöglicht viel Kontakt unter den Bewohnern. Die Kinder können sich im Viertel frei bewegen. Es gibt viele Menschen, die sich für andere einsetzen und dieses Engagement ist vielfältig: Man hört zu und versucht zu beraten, man vermittelt bei zwischenmenschlichen Schwierigkeiten, man packt an beim Stadtteilfest, man achtet auf die Kinder im Viertel…
Wunsch: die nächste Generation gewinnen
Was würden Sie sich für Ihren Stadtteil wünschen?
Die Arbeit des Quartiersmanagements hat im Stadtteil unglaublich viele Ressourcen der Bewohner freigelegt. In den letzten fünfzehn Jahren haben die Menschen vor Ort sich mit einem teils unglaublichen Aufwand engagiert. Ich wünsche mir, dass es gelingt, auch die nächste Generation für die aktive Mitgestaltung ihrer Nachbarschaft zu gewinnen. Es lohnt sich, weil alle Bewohner davon profitieren.