Aisingerwies – Jedes Jahr der gleiche Ärger, schimpfen Anlieger aus der Aisingerwies: Das Ufer der Mangfall zwischen Turneralm und Inn werde zur wilden Müllkippe. Nach lauen Sommerabenden präsentiere sich das Gelände übersät mit Plastiktüten, leeren Verpackungen, Zigarettenkippen und Glasscherben.
„Viele Anwohner fragen sich, wann die Stadt endlich mal was dagegen unternimmt“, ärgert sich Heike Löser. „Feiern: okay und grundsätzlich eine tolle Sache, aber solche Müllberge hinterlassen und alles verschmutzen: nein“, finden sie und ihre Nachbarn.
„Die Stadt könnte doch Ordnungshüter patrouillieren lassen, die von den Feiernden die Personalien aufnehmen und kontrollieren, wie die Grillstätte hinterlassen wird“, so die Meinung von Heike Löser. Eine prophylaktische Aufnahme von Personalien sei rechtlich nicht zulässig, betont jedoch die Pressestelle der Stadt. Personalien dürften nur festgestellt werden, wenn aufgrund konkreter Störungen oder Verstöße eine Anzeige aufgegeben werde.
Heike Löser weist auch darauf hin, dass im dortigen Gelände kein offenes Feuer erlaubt ist. „Die Mangfallauen liegen größtenteils im Landschaftsschutzgebiet. Große Feiern entlang der Mangfall sind nicht vorgesehen. Grillen im oder in der Nähe des Auwaldes ist klar verboten“, bestätigt die Stadt.
Könnten größere Mülleimer helfen, „die – falls tatsächlich jemand seinen Abfall wegräumt – auch ein entsprechendes Fassungsvermögen haben?“, fragt Anliegerin Heike Löser. Sie stellt immer wieder fest, dass Abfalltüten neben die Müllbehälter gestellt werden und Vögel den Inhalt dann über das Gelände verteilen.
Das Areal entlang der Mangfall wird nach Angaben der Stadt regelmäßig gereinigt. Das Aufstellen von größeren Mülleimern bewertet die Verwaltung eher als kontraproduktiv, da dadurch der Eindruck erweckt werden könnte, Grillpartys würden sogar gefördert.
Im Auftrag der Stadt führen Polizei und Naturschutzwächter in den Sommermonaten verstärkte Kontrollen entlang der Mangfall durch, teilt die Pressestelle außerdem mit. Dabei würden den Kontrolleuren auch Stellen auffallen, die gelegentlich verschmutzt seien. „Eine generelle Vermüllung entlang der Mangfall kann aber nicht konstatiert werden“, findet die Stadt. Diese Meinung teilt Heike Löser nicht. Sie geht jeden Tag mit dem Hund an der Mangfall spazieren und ärgert sich vor allem nach den Wochenenden über die Hinterlassenschaften der Feiernden. „Personen, die hier kontrollieren, sind mir noch nie aufgefallen.“ duc