Statistik

Zahl der Pflegebedürftigen steigt

von Redaktion

In Rosenheim waren zum Jahreswechsel 2015/2016 1226 Menschen auf Pflege angewiesen – 6,3 Prozent mehr als bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren. Rund 71,2 Prozent von ihnen wurden zu Hause betreut, etwas weniger als im bundesweiten Schnitt von 72,6 Prozent.

Rosenheim – Im zweijährigen Turnus nehmen die Statistischen Landesämter den Pflegebereich unter die Lupe. Auskunftspflichtig sind die Träger der Pflegedienste und der Pflegeheime sowie für die Erhebung über die Pflegegeldleistungen die Pflegekassen und privaten Versicherungsunternehmen.

Seit 2013 tauchen in der Statistik auch Menschen mit Demenz auf. Sie werden unter dem Begriff „Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz“ erfasst. Dahinter verbergen sich sowohl Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, als auch Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. In Rosenheim zählten 541 Männer und Frauen zu dieser Gruppe, was 44 Prozent aller Pflegebedürftigen entspricht. Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz, das im Januar 2017 in Kraft trat, will man demenzkranken Älteren die gleichen Pflegeleistungen zusichern wie körperlich Pflegebedürftigen.

Endstation Pflegeheim? Tatsächlich lebt die überwiegende Mehrzahl der Älteren eher zu Hause oder bei Verwandten. In Rosenheim waren es zuletzt 873, also rund 71 Prozent der Pflegebedürftigen. Davon erhielten 589 ausschließlich Pflegegeld, wurden also allein durch Angehörige oder privat organisierte Helferinnen gepflegt. Weitere 284 nahmen entweder ausschließlich oder zusätzlich Leistungen von ambulanten Pflegediensten in Anspruch. In Pflege- und Seniorenheimen wohnten 353 Frauen und Männer.

In der Summe gab es zum Stichtag 2015 in Rosenheim 1226 Menschen, die sich nicht mehr alleine versorgen konnten. Das waren 73 oder 6,3 Prozent Pflegebedürftige mehr als zwei Jahre zuvor. Dabei stieg die Zahl der vollstationär in Pflegeheimen Versorgten um zehn Personen (2,9 Prozent). Ambulante Dienste wurden in 284 Fällen ergänzend zur häuslichen Pflege oder ausschließlich in Anspruch genommen, das waren 22 Fälle mehr als Ende 2013. zds

Artikel 1 von 11