Rosenheim – Leuchtende Kugeln, Bögen und Türme, funkelnde Objekte, fantasievolle Lichtinstallationen, bunt strahlende Fassaden: Die Altstadthäuser, Gassen und Parks sowie Plätze präsentierten sich gestern bis in den späten Abend hinein wie bunte Perlen, aufgereiht an einem Lichterband. Ein paar Lücken gab es trotzdem, denn das nass-kalte Wetter setzte der Technik zu, sodass die Lichtkünstler ihr Programm abspecken mussten.
Eintritt verlangte das Citymanagement auch heuer nicht für die leuchtende Stadt Rosenheim – anders als in vielen Kommunen, die auch auf das Lichterspektakel setzen. Zu verdanken haben die Besucher der Rosenheimer Großveranstaltung das kostenlose Erlebnis zahlreichen Händlern, Geschäftsleuten und Gastronomen sowie den Stadtwerken, die sich als Partner an der Finanzierung beteiligen.
Dem kräftigen Wind, der vorhergesagt war, jedoch ausblieb, fielen jedoch die beiden Modenschauen auf dem Max-Josefs-Platz zum Opfer gefallen. Damit fehlte der Publikumsmagnet. Auch der Auftritt von Straßenkünstlern wie den leuchtenden Stelzengängern entfiel. Freiluftkonzerte mussten zum Bedauern von Citymanagerin Sabrina Obermoser abgesagt werden.
Über 100 Geschäfte der Innenstadt beteiligten sich an den „Rosigen Zeiten“ und öffneten bis 23 Uhr. Die Besucher nutzten die Chance auf einen Einkaufsbummel in aller Ruhe, gewürzt durch Aktionen und Angebote, die das Shopping zum Erlebnis machten.
Draußen war es mit Temperaturen knapp über null Grad winterlich kalt, doch in Kombination mit den Lichtinstallationen im Salingarten, auf dem Salin- und Ludwigsplatz entstand eine ganz besondere, etwas gespenstisch wirkende Atmosphäre. Dazu passten Taschenlampenführungen durch die Museen und den Lokschuppen. Von außen und sogar im Innern erstrahlten die Nikolauskirche und erstmals auch die Heilig-Geist-Kirche.