Happing – Die aktuellen Planungen für das Areal südöstlich der sogenannten Panorama-Kreuzung sehen kein Nahversorgungszentrum mehr, sondern verstärkte Wohnbebauung vor (wir berichteten), so Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer eingangs der Bürgerversammlung für die Stadtteile Happing, Kaltwies, Kaltmühl, Heilig Blut, Aisinger Landstraße und Kastenau.
Die Stadt wolle dem Investor einen Teil der Fläche abkaufen, um über die Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft GRWS sowohl einkommensorientiert geförderte Wohnungen, als auch Einheiten für den freien Markt zu errichten. Die detaillierten Pläne sollen die Anwohner in einer zusätzlichen Bürgerversammlung nochmals vorgestellt bekommen, nachdem sich der Stadtrat damit befasst hat.
In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, wie die Zufahrt des Pkw-Verkehrs zur BayWa-Wiese künftig geregelt wird. Rechtsdezernent Herbert Hoch und Baudezernent Helmut Cybulska erläuterten, dass derzeit verschiede Varianten – unter anderem Zu- und Ausfahrt über Happinger Straße oder Zufahrt über Kufsteiner Straße, Ausfahrt über Happinger Straße – im Raum stehen und die Gremien nochmals darüber zu diskutieren haben. Grundsätzlich sei aufgrund der Wohnbebauung aber mit wesentlich weniger Verkehr zu rechnen als mit dem ursprünglich geplanten NVZ. Davon abgesehen habe sich der „Happinger Nahkauf“ prächtig entwickelt, merkte die Oberbürgermeisterin zum Thema „Nahversorgung“ an.
Ärger über
Wildparker
Eine eindeutige Absage erteilte die Verwaltungsspitze dem per Wortmeldung geforderten Richtungswechselverkehr in der Kufsteiner Straße nach dem Grundsatz: morgens zweispurig stadteinwärts, abends zweispurig stadtauswärts. Dann könne man sich den vierspurigen Ausbau der Strecke sparen, so der Vorschlag eines Bürgers. Schließlich sei bis dahin auch die Westtangente fertig und der Schwerverkehr aus der Stadt draußen.
„Das ist illusorisch und nicht zu vermitteln“, entgegnete Hans-Joachim Stein vom Tiefbauamt im Hinblick auf die vielen Zu- und Abfahrten zu Privatgrundstücken, Seitenstraßen, Gewerbeobjekte und Tankstellen entlang der Kufsteiner Straße und verdeutlichte dies damit, dass es bundesweit im bebauten Gebiet nur eine einzige solche Straße gibt beziehungsweise gegeben hat.
Weitere Wortmeldungen beschäftigten sich mit starken Behinderungen durch „Wildparker“ an einem Fitnessstudio an der Kufsteiner Straße/Ecke Kirchenweg sowie am Hotel und Restaurant in der Zellerhornstraße. Hier war man sich einig, gegen das Problem schon alleine wegen Sicherheitsbedenken vorgehen zu wollen, da auch Fußgänger auf den Bürgersteigen gefährdet werden und die Feuerwehr unter Umständen nicht mehr durchkommt.
Kritik über Zustand des Radwegs
Kritik gab es zudem am schlechten Zustand des Radwegs entlang des Moosbachs. Auch die Themen „Lärmschutz“ in Bezug auf die Bahnlinien und „Hochwasserschutz“ kamen zur Sprache. In Sachen Eichfeldstraße informierte die Rathauschefin, dass die Stadt über einen Bebauungsplan die öffentliche Nutzung der Route gesichert habe. „Das ist zwar keine Hauptstraße, aber dennoch eine wichtige Strecke auch für Landwirte“, sagte sie.