Bürgerversammlung Süd

„Irgendwo wird Trasse verlaufen müssen“

von Redaktion

Der Brenner-Nordzulauf wird kommen. Das steht fest. Weiter umstritten ist der Weg. „Irgendwo wird die Trasse verlaufen müssen“, stellte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei der Bürgerversammlung Süd fest. Die Frage bleibt: Wo?


Rosenheim
– „Fakt ist, die Österreicher stehen vor der Tür“, so Gabriele Bauer. Damit sei es nun höchste Zeit, auch von deutscher Seite her die Planungen in Sachen „Brenner-Nordzulauf“ weiter voranzutreiben: „Dieses Thema wurde jahrelang von der großen Politik verschlafen.“

Die Notwendigkeit dieses Bauvorhabens ist für die Oberbürgermeisterin unbestreitbar. „Wir brauchen sicherlich zusätzliche Gleise“, betonte sie. Ihre größte Sorge sei es, dass die Stadt beim Personenzugverkehr in Zukunft abgehängt wird. „Wenn in Zukunft täglich 200 Güterzüge zusätzlich durch die Stadt fahren, besteht die Gefahr, dass die Personenzüge keine Haltezeiten mehr bekommen“, so Bauer. Dies müsse unbedingt verhindert werden: „Rosenheim ist und bleibt Bahnstadt.“

Ungeliebte

Bahntrasse

Viele Panger, insbesondere die Landwirte, haben sich in der Vergangenheit schon oft strikt dagegen gewehrt, dass die Trasse durch ihr Gemeindegebiet geplant wird. Ein Bewohner plädierte auf der Bürgerversammlung für eine, seiner Meinung nach, „intelligente Lösung“: Eine Anbindung an Rosenheim sei überhaupt nicht nötig. Er könne sich einen Verlauf von München, unten am Irschenberg vorbei, bis weiter nach Kufstein vorstellen. Im Gegensatz zum Thema „Brenner-Nordzulauf“ hat sich beim Hochwasserschutz in den vergangenen Jahren schon viel getan. Christoph Wiedemann vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim informierte die rund 80 Besucher der Bürgerversammlung über den aktuellen Stand. „In den vergangenen Jahren wurde kräftig gebaut. Wir haben schon viel verwirklicht“, sagte er. Für ein 100-jährliches Hochwasser sei man damit bereits gut gerüstet. Wichtig sei jetzt noch die Verwirklichung des Rückhaltebeckens in Feldolling. „Das brauchen wir dringend“, betonte Wiedmann.

Anbindung über Panorama-Schwaig

Im Stadtteil Brucklach soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Eine Anwohnerin der Hohenofener Straße wollte wissen, von wo aus dieses Areal in Zukunft aus angefahren werden soll. Gabriele Bauer schloss eine Anbindung über die Hohenofener Straße aus: „Diese Straße kann nicht noch mehr Verkehr aufnehmen. Das geht gar nicht“. Sie könne sich eine Anbindung über Panorama-Schwaig vorstellen. Eine verstärkte Verkehrskontrolle forderte ein anderer Besucher für den Bründlweg: „Da geht es oft zu, wie auf der Rennbahn“, ärgerte er sich. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer will eine Verkehrsüberwachung in diesem Bereich in die Wege leiten. wu

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