Streit um Baustellen

„Wahnsinn wäre es, Baumaßnahmen nicht durchzuführen“

von Redaktion

Stadtwerke kontern Kritik des Busverkehrs

Rosenheim – „Wahnsinn wäre es, die Baumaßnahmen nicht durchzuführen“: So reagieren die Stadtwerke Rosenheim auf die Kritik des Stadtverkehrs Rosenheim an den vielen Sperrungen und Umleitungen in der Stadt – Folge von Baumaßnahmen etwa für den Ausbau der klimafreundlichen Fernwärme. Von einem „Baustellenwahnsinn“, der den Busverkehr stark belaste, hatte der Geschäftsführer des Stadtverkehrs, Ingmar Töppel, in einer Pressemitteilung gesprochen.

Die Stadtwerke weisen jetzt in einer Stellungnahme die Kritik scharf zurück. Ihre Aufgabe sei es, die Grundsicherung der Bürger und Betriebe mit Strom, Wasser, Wärme, Entwässerung und guten Verkehrswegen zu gewährleisten. Notwendig seien deshalb „offensichtliche Baumaßnahmen, damit die Leitungen nicht in der Luft hängen“, so die Stadtwerke. „Es dreht sich aber scheinbar alles nur um den Verkehr der Busse, der Rest, die Bedürfnisse der Bürger zum Beispiel, sind scheinbar egal“, wirft das kommunale Unternehmen der Geschäftsführung des Busunternehmen Kroiss, das den Stadtverkehr betreibt, eine einseitige Sichtweise vor.

Die Stadtwerke sprechen von „bewusst irreführenden Darstellungen“ Töppels. Dies sei kontraproduktiv – noch dazu, wenn gemeinschaftliche Entscheidungen nicht als solche gesehen würden. Denn alle aktuellen Maßnahmen und ihre Umgehungen seien wie üblich im Vorfeld in monatlich stattfindenden Koordinierungsrunden mit der Firma Kroiss abgestimmt worden.

Zwölf aktuelle Baustellen, nur vier betreffen Busverkehr

Aktuell laufen unter der Federführung der Stadtwerke Rosenheim zwölf Baumaßnahmen, wovon nur vier tatsächlich auf Buslinien liegen und den Busverkehr des Linienbetreibers Kroiss betreffen, so die Stadtwerke. Bei dreien seien Umleitungen des Busverkehrs abgestimmt und eingerichtet, bei der anderen könne der Bus sogar ohne Umweg fahren.

„Alle Verkehrsteilnehmer profitieren von der Straßenqualität, die in den letzten Jahren stark verbessert wurde – auch der Bus und seine Fahrgäste“, heißt es abschließend von den Stadtwerken. re

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