LeserbrieF an die Redaktion

E-Autos: Stromerzeugung nicht zu schaffen

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Erdgastankstelle im Lokalteil:

Im Gegensatz zu einem Antrag der Grünen, der den Weiterbetrieb der Erdgastankstelle in der Kastenau langfristig garantieren sollte, haben die Stadtwerke beschlossen, die Erdgastankstelle zu betreiben „solange es die Wirtschaftlichkeit erlaubt“. Will Rosenheim damit die Gesundheit der Bürger dem Wirtschaftlichkeitsdenken unterordnen?

Weiter heißt es, Räte und Rosenheimer Stadtwerke wollen dem Trend weg vom Erdgasantrieb hin zur Elektromobilität folgen. So weit, so schlecht!

Was bitte würde denn der Trend für die heimischen Normalbürger bedeuten? Wo gäbe es dann die künftigen, zahlreichen Ladestationen? Wo bitte soll denn der ganze Strom herkommen?

Oder meinen die Stadtwerke auch, dass millionenfache E-Autos deutschlandweit weiter mit fossilen Energieträgern wie Braun- und Steinkohle-Dreckschleudern oder Atomstrom fahren sollen? Oder dass E-Autos nur als Zweitwagen für eine vermögende Klientel gedacht sind? Elektromobilität im ÖPNV und für E-Bikes sind natürlich super.

Selbst mit massenhaften Einsatz von Windrädern oder Fotovoltaik wäre die zusätzliche, gigantische Stromerzeugung für Elektroautos nicht zu schaffen, ohne dass unser ganzes Stromnetz kollabiert. Für Schnellladungen – üblich eine Stunde – wären kolossale Investitionen in das Stromnetz und Ladestationen ( auch vor Ort) nötig. Wer soll das bezahlen? Dazu kommen noch das Batterieproblem mit der endlichen Verfügbarkeit zum Beispiel von Lithiu sowie die begrenzte Reichweite.

Autos, die von Co2-armem Erdgas beziehungsweise Biogas (98 Prozent Stickoxyd- und 90 Prozent feinstaubfrei) oder Methan angetrieben werden, sind zukunftsfähige Modelle, die schon längst auf dem Markt sind. Doch können es diese nicht mit den trendigen PS-Boliden aufnehmen, die unsere Innenstädte mit ihren Abgasen vergiften.

Agathe und Pierre Lehle Kolbermoor

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