Romed-Klinikum

Neue Therapien bei Krebs vorgestellt

von Redaktion

Im Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus fand das erste Symposium des onkologischen Zentrums am Romed-Klinikum Rosenheim statt.

Rosenheim – Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer betonte die Bedeutung der begleitenden Betreuung durch Psychoonkologie, Sozialdienst, Seelsorge und medizinischer Pflege.

Dr. Gerald Schulz vom Klinikum Großhadern zeigte in seinem Vortrag die Chancen und Grenzen der medikamentösen Immuntherapie beim metastasierten Harnblasenkarzinom auf. Er wies auf die im Gegensatz zur herkömmlichen Chemotherapie anderen Nebenwirkungen dieser neuen Therapien hin, die in enger Zusammenarbeit von Klinik- und Hausärzten behandelt werden müssten.

Dr. Thomas Richter, Vertreter der Pathologie Rosenheim, informierte die Zuhörer über die moderne Diagnostik der Pathologie, die weit über das Erkennen von Tumoren im Mikroskop hinausgehe. So können mittels moderner Methoden spezielle Oberflächenprofile unterschieden und genetische Veränderungen von Tumorzellen, sogar bis zur Ebene der Zellkerne erkannt werden. Dies ermöglicht, individuelle Therapien zu entwickeln und anzupassen.

Professor Dr. Stefan von Delius präsentierte minimal-invasive endoskopische Eingriffe, die eine große, offene Operation von frühen Tumorstadien in Speiseröhre und Magen vermeidbar machen.

Eine Innovation in der Behandlung des Mastdarmtumors stellte Professor Dr. Alois Fürst aus Regensburg vor. Dr. Gerhard Puchtler, Leiter des onkologischen Zentrums, berichtete über die neuesten Ergebnisse der Chemotherapie des Dickdarmkarzinoms. Wichtigste Botschaften: Bei ausgewählten Patienten führt eine weniger intensive Therapie zu gleich guten Ergebnissen und die Lage des Tumors im Darm ist für die Behandlung zunehmend von Bedeutung.

Einigkeit herrschte darüber, dass die Versorgung von Tumorpatienten sowohl operativ als auch medikamentös sich immer mehr am individuellen Profil der Erkrankung orientieren muss und wird.

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