Rosenheim – Um den Zeitrahmen nicht zu sprengen, stellte Borrmann im Vereinsheim die Abteilungsaktivitäten statt mit langen Redebeiträgen in einem flotten Bildprogramm dar. „Ein bisserl Neuanfang, der Tradition und Fortschritt miteinander verbindet“, charakterisierte er den Arbeitsstil.
95 Prozent der neuen Mitgliederverwaltung könnten bereits per Excel im Internet abgewickelt werden, freute sich Borrmann. Das Miteinander im Gesamtverein verspüre man deutlich – auch weil alle Abteilungsleiter nun in die Vorstandschaft eingebunden seien. Als Beispiel für die gute Entwicklung der bisherigen zehn Abteilungen nannte er die Tennisspieler in der zweiten Bundesliga und die Fußballer: „Wenn man den super Tabellenplatz in der Regionalliga mit dem geringen Etat vergleicht, dann ist es schon eine sehr gute Außenwirkung. Man merkt, da sind richtig gute Leute am Werk“, so Borrmann.
Besonders diese beiden Abteilungen seien aber auf Sponsoren angewiesen, um die Riesenausgaben zu bewerkstelligen. Der Fußball-Etat hätte sich von 300000 auf 400000 Euro erhöht, der aber auch finanziert sei. Eines der neuen Ziele seien mögliche neue Abteilungen wie Inline-Skaterhockey und die Trendsportart Pumptrack. Ein Pumptrack ist eine spezielle Mountainbike-Strecke, bei der man durch Hochdrücken des Körpers ohne Treten ein Rad in Bewegung setzt.
Kooperationen mit anderen Vereinen
Die größten Veränderungen im laufenden Jahr waren die Sicherheitsmaßnahmen im Stadion nach den Anforderungen der Regionalliga, die Aufarbeitung finanzieller Fragestellungen aus der Vergangenheit, die Einführung der internetfähigen Mitgliederdatei und die Sanierung des Vereinsheims. „Stadion und Vereinsheim haben uns rund 75000 Euro gekostet, diese Investition war nur durch Unterstützung von Sponsoren möglich“, so Borrmann. Insgesamt wurden 2017 etwa 100000 Euro investiert. Die Finanzen seien Chefsache, der Sport und die Anlagen die Eckpfeiler des Vereins.
Für die nächste Zeit ist an eine Finanzkonsolidierung durch mögliche Senkung der Strom- und Versicherungskosten, durch den Ausbau der elektrischen Infos sowie über eine Kooperation mit Dritten gedacht. Dabei sind bei den Fußballern der SB DJK Rosenheim, die Freie Turnerschaft Rosenheim und der SV DJK Kolbermoor gemeint. Die Mitgliedsbeiträge sollen nach 18 Jahren in moderater Höhe angehoben werden.
„In einem Zeitrahmen von fünf bis zehn Jahren wollen wir das Projekt Neubau des Vereinsheims angehen“, so der Vorsitzende zu den weiteren Zielen. Das bestehende Gebäude immer wieder zu renovieren sei unwirtschaftlich. „Ein mögliches neues Vereinsheim kann dauerhaft nicht nur von uns alleine finanziell gestemmt werden, da müssen auch andere Möglichkeiten genutzt werden“, zeigte sich Borrmann überzeugt. Er denkt auch an ein integriertes Jugendübernachtungshaus, das zum Beispiel auch von einer gastierenden Eishockeymannschaft oder anderen Mannschaften genutzt werden kann.
Ehrung der treuesten Vereinsmitglieder
Welche Tradition der TSV 1860 Rosenheim verkörpert, verdeutlichten die Ehrungen langjähriger Mitglieder, die mit Anstecknadeln, Urkunden und einem Dankeschön bedacht wurden. Bereits seit über 80 Jahren ist Sebastian Marx den 60ern treu. 70 Jahre 60er sind Petzer Scholz, Hans Baumann und Marinus Fischbacher, 60 Jahre Herbert Kauer, Erich Paul, Inge Ilgenfritz, Fritz Nemetz und Dr. Elmar Mund, 50 Jahre Josef Taubeneder, Willi Bergmeister senior und Rudi Thaller.
Als Neuerung gab es von Gabi Leicht und Jens Nowotny, stellvertretende Vorsitzende, das Sechziger-Lied für alle in Papierform, ehe es gemeinsam angestimmt, erstmals auf Video dokumentiert und als Abschluss aus vollen Kehlen gesungen wurde.