Förderpreis 2017

Auszeichnung fürDr. Isabel Leicht

von Redaktion

Der Förderpreis 2017 der Stadt Rosenheim wurde an die Historikerin Dr. phil. Isabel Leicht verliehen. Zahlreiche Ehrengäste waren im Hans-Fischer-Saal der Musikschule vertreten, um der Verleihung beizuwohnen.

Rosenheim – „Die Auszeichnung ist für mich eine große Ehre“, strahlte Isabel Leicht, nachdem ihr Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer den Förderpreis 2017 überreicht hatte. Die gebürtige Rosenheimerin studierte Geschichte und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Leichts Dissertation beschäftigte sich mit dem Umgang der Kriegstoten in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft. Hierzu verglich die Rosenheimerin das Kriegstotengedenken der Städte Rosenheim und Penzberg. 2015 wurde sie an der LMU mit der ihrem Buch „Der Kriegstoten gedenken“ zugrunde liegenden Dissertation promoviert. Jetzt erhielt sie für ihr Schaffen den Förderpreis der Stadt.

„Ich freue mich sehr über die Anerkennung, die die Rosenheimer Stadtgesellschaft unserer Tochter mit diesem Preis ausgesprochen hat. Zusammen mit Peter Miesbeck, Wolfgang Stäbler und mir gehört Isabel jetzt zum derart ausgezeichneten Rosenheimer historischen Quartett“, so Walter Leicht, Leiter des städtischen Museums.

„Es ist wichtig, dass wir keinen Schlussstrich unter die Vergangenheitsbewältigung ziehen“, lobte auch Karl-Heinz Brauner, Vorsitzender des Historischen Vereins, Leichts Arbeit.

Die Laudatio hielt Dr. Wolfgang Stäbler von der Landesstelle für die nicht staatlichen Museen. Er wurde vor Jahren ebenfalls mit dem Förderpreis der Stadt ausgezeichnet. „Isabel hat eine Aufgabe übernommen, die wichtig ist, aber nicht viel Freude bringt“, würdigte er den wissenschaftlichen Einsatz Leichts: „Das Thema ist schwer und persönlich belastend, aber sie hat es bravourös gelöst.“

Leicht stand die Freude über die Auszeichnung und die lobenden Worte der Anwesenden deutlich ins Gesicht geschrieben. In ihrer Rede bedankte sie sich bei allen, die sie unterstützten und wendete sich abschließend direkt an die Stadt Rosenheim: „Ich freue mich sehr, dass die Erinnerungskultur in Rosenheim als so wichtig angesehen wird.“hei

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