20 Jahre Förderverein Stadtbibliothek

400000 Euro für die Leseförderung

von Redaktion

In der Stadtbibliothek feierte im Anschluss an die Mitgliederversammlung der Förderverein der Einrichtung sein 20-jähriges Bestehen. Die Gründungsvorsitzende Eleonore Dambach erinnerte an 20 Jahre erfolgreiche Arbeit. In dieser Zeit hat der Verein die Stadtbibliothek mit 400000 Euro gefördert.

Rosenheim – Vor 20 Jahren sprach Oberbürgermeister Dr. Michael Stöcker Stadträtin Eleonore Dambach an, ob sie sich als Vorsitzende eines neu zu gründenden Fördervereins zur Verfügung stellen wolle. Durch diesen Verein sollte der Leistungsstandard der Bibliothek durch finanzielle und ideelle Förderung optimiert werden. Vor allem Kinder und Jugendliche sollten für die Stadtbibliothek interessiert werden.

Dambach wurde bei dieser Aufgabe von namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur unterstützt. Notar Dr. Sebastian Spiegelberger, Stadtrat Kurt Müller, Internist Dr. Aldo Fach, Bankdirektor Horst Harlos, Bibliotheksleiterin Susanne Delp, Oberstudiendirektorin Elisabeth Asenbeck, Rektorin Brigitte Much, Kreisbäuerin Burgl Gschwendtner, Polizeidirektor Christian Kienle, Diplom Theologe Johannes Boldt, Stadtrat Herbert Borrmann, der damalige Hochschulpräsident Professor Dr. Hans Zang und nicht zuletzt Dr. Michael Stöcker.

In den Jahren seines Bestehens hat der Förderverein für die Stadtbibliothek über 400000 Euro aufgebracht. Allein im Jahre 2009 sind in die räumliche Erweiterung, Gestaltung, Einrichtung und technische Ausstattung 100000 Euro geflossen.

Der Verein finanzierte Computerarbeitsplätze, CDs, DVDs, E-Books, Buchpatenschaften, Lernsoftware, den Sommerleseclub, die Leseförderung für Kinder und Jugendliche und viele Autorenlesungen, etwa mit Bruno Jonas, Heiner Geißler oder Erika Pluhar.

In den nächsten Monaten wird der Verein schwerpunktmäßig ein Großprojekt der Bibliothek erheblich fördern: die Einführung einer automatisierten Medienrückbuchung. Weiterhin wird die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen eine Aufgabe des Fördervereins bleiben, aber auch die Unterstützung für die Verbesserung der technischen Ausstattung.

900 Mitglieder engagieren sich

All dies war nur möglich durch engagierte Mitglieder, betonte Dambach. 900 Mitglieder umfasst mittlerweile der Verein, er gehört zu den größten in der Stadt. Unterstützt wird die Arbeit außerdem durch Sponsoren und Spender sowie Stifter.

Die Leiterin der Stadtbibliothek, Susanne Delp, dankte dem Förderverein, der sich weit gefächert in den Bereichen Leseförderung für Kinder und Jugendliche, Medienerwerb, Ausstattung der Räumlichkeiten, Bibliothekstechnik für Leser und Öffentlichkeitsarbeit verdient gemacht habe. 2017 wurde das dritte Obergeschoss der Bibliothek umgestaltet. Es wurde ein neuer Gruppenarbeitsbereich sowie ein Loungebereich geschaffen.

Die Leseförderung für Kinder und Jugendliche findet in der Praxis durch die Veranstaltung von Lesenächten für Schulklassen, Pädagogikkoffern für Lehrer und Bibliotheksausweisen in den Schultüten der Erstklässler statt.

Zur Erleichterung für die Leser wurde 2017 das bargeldlose Bezahlen per SEPA- Lastschriften eingeführt, welches rege von den Lesern angenommen wird, berichtete Delp. Beim nächsten Projekt wird derzeit geprüft, inwieweit die automatische Medienrückbuchung eingeführt werden kann.

2018 Einstieg in das elektronische Lernen

Bei der E-Book-Ausleihe verzeichnet die Bibliothek jährlich einen deutlichen Anstieg der Nutzung. Für 2018 ist der Einstieg ins E-Learning geplant. Das Buchpatenprojekt blickt auf sein zehnjähriges Bestehen zurück. In dieser Zeit wurden 3500 Bücher an die Bibliothek gespendet. Stolz verweist Delp auf nahezu 1000 Besucher pro Tag.

Im Namen des Fördervereins überreichte die Vorsitzende an die Bibliotheksleitung einen Scheck über 5000 Euro, der für Bibliothekszwecke im Sinne der Satzung verwendet werden kann. re

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