Wirklich schön und liebevoll gestaltet ist der Christkindlmarkt auf dem Max-Josefs-Platz. Auch wenn der Christbaum nicht die imposante Größe seines Vorgängers von 2016 erreicht, so ist er dennoch ein schönes Exemplar seiner Gattung. Gerne wird der lichtergeschmückte grüne Riese – wie beim Herbstfest der Glückshafen – als zentraler Treffpunkt genutzt.
„Ja sowas, da liegt ja schon das Jesukind in der Krippe“, entfuhr es einer älteren Besucherin aus Niederbayern. Auf die fragenden Blicke ihrer hiesigen jugendlichen Angehörigen erklärte sie: „In unserer Pfarrkirche bleibt die Krippe so lange leer, bis der Heilige Abend kommt. Erst dann wird, wie sich das gehört, die Jesusfigur dort hineingelegt. Schließlich kommt es erst in der Heiligen Nacht auf die Welt.“
Warum liegt nun das Jesukind bereits schon lange vor Heiligabend in der großen Schaukrippe des Rosenheimer Christkindlmarktes? Soll das etwa ein Hinweis an junge Paare aus dem westlichen Landkreis sein? Bekanntlich wird die Geburtenstation des Bad Aiblinger Krankenhauses geschlossen. Aber auch schon in den Jahren zuvor lag das Jesukind auf dem Max-Josefs-Platz gut vier Wochen vor dem leicht zu errechnenden Geburtstermin in der Krippe – ganz ohne Sponsoring durch die Frühchen-Station des Klinikums.
Meine Vermutung: Der Namensgeber des Marktes muss schließlich „Flagge zeigen“ – auch wenn es sich in diesem Fall um Windeln handelt.