Happing – „Kurz- und mittelfristig sehen wir keine Chance, das Objekt freizubekommen“, betont der Pressesprecher der Stadt, Thomas Bugl, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen zur weiteren Entwicklung des ehemaligen Seegasthofes Hubertus am Happinger See. Es wird vorerst weiterhin benötigt als Unterkunft für Asylbewerber. Alternativen auf dem angespannten Rosenheimer Immobilienmarkt gibt es zum Bedauern von Bugl nicht.
Im Sommer 2011 hatte die Stadt ihr Vorverkaufsrecht genutzt und war damit Plänen des verstorbenen Unternehmers Professor Dr. Anton Kathrein zuvorgekommen. Dieser wollte am See ein Hotel errichten. Geplant war jedoch auch eine Einschränkung für die öffentliche Nutzung des beliebten Badeplatzes. Das wollte der Stadtrat nicht akzeptieren und zog die Notbremse.
Seitdem wird immer wieder über einen möglichen Verkauf der Immobilie, die auch schon ausgeschrieben worden war, spekuliert. Doch derzeit ist das Gebäude nach Angaben von Bugl unverzichtbar.
Tatsache ist auch: Ein größeres Hotel wird sich hier nicht realisieren lassen, denn der Standort liegt im Landschaftsschutzgebiet. Der Badestrand, beliebter Treffpunkt der Rosenheimer im Sommer, soll ebenfalls nicht angetastet werden. An die Gaststätte, die 1949 mit Badeanstalt errichtet wurde, erinnert noch der Kiosk.