Rosenheim – Das Rosenheimer Romed-Klinikum entwickelt sich zum Geburtszentrum für den gesamten Landkreis: Seit 2014 gibt es beispielsweise in Prien keine Geburtsabteilung mehr, im August 2017 wurde die Station in Bad Aibling geschlossen. Kein Wunder also, dass in der Stadt immer mehr Kinder zur Welt gebracht werden.
2017 waren es 1771 Kinder – 901 Buben und 870 Mädchen. Im Jahr zuvor erblickten 1589 neue Erdenbürger in Rosenheim das Licht der Welt. Dies ist eine Steigerung von 11,5 Prozent. Von diesen 1771 Neugeborenen stammen 1168 von nicht in der Stadt lebenden Müttern – das entspricht rund 66 Prozent.
Bei den neugeborenen Kindern von Rosenheimer Müttern war der Anstieg allerdings noch deutlicher. Kamen 2016 noch 621 Kinder auf die Welt, wurden im vergangenen Jahr 712 „Rosenheimer Kinder“ geboren. Das ist ein Plus von 14,7 Prozent. Nach dem Tiefstand von 2011 (537) ist die Zahl der „Stadtkinder“ im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin hoch. Zwischen 2000 und 2014 pendelte die Zahl der Rosenheimer Geburten immer zwischen 520 und 580.
109 der 2017er „Stadtkinder“ wurden übrigens nicht in Rosenheim geboren. Das entspricht einem Anteil von 15,3 Prozent.
Mit 173 Geburten war der Oktober der geburtenstärkste Monat im Jahr 2017. Im geburtenschwächsten Monat Juni kamen hingegen nur 127 Kinder auf die Welt.
279 Paare
ließen sich trauen
Die Standesbeamten nahmen im Jahr 2017 insgesamt 279 Paaren das Eheversprechen ab. Dies waren im Schnitt 23 Hochzeiten pro Monat. Gegenüber dem Vorjahr mit 253 Trauungen bedeutete dies eine Steigerung von 10,3 Prozent. Beliebtester Hochzeitsmonat war der Dezember mit 44 Trauungen. Die jüngste Braut war 19, der jüngste Bräutigam 20 Jahre alt. Doch auch im stolzen Alter von 86 Jahren „traute“ sich ein Mann, 82 Jahre war die älteste Braut.
Außerdem wurden in Rosenheim sechs „Lebenspartnerschaften“ geschlossen, vier männliche und zwei weibliche. Am 1. Oktober 2017 ist das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts in Kraft getreten. Ab diesem Zeitpunkt hat ein gleichgeschlechtliches Ehepaar die Ehe geschlossen und acht gleichgeschlechtliche Paare haben beim Standesamt ihre bestehende Lebenspartnerschaft in eine Ehe „umgewandelt“.
Mehr Geburten
als Todesfälle
2017 verstarben in Rosenheim 1135 Menschen. 575 Männer und 560 Frauen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (1043) eine Steigerung von 8,8 Prozent. Davon waren 506 Personen Rosenheimer Einwohner. Damit verzeichnet die Stadt Rosenheim auch für das Jahr 2017 einen deutlichen Geburtenüberschuss von 206 Kindern. re/ku