Sitzung zur EissTadion-Frage

„Image hat mit Profis nichts…

von Redaktion

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Rund um die Sanierung gebe es noch viele Fragezeichen. Die Gaststätte, die noch gar nicht eingerechnet wurde, sei statisch mit dem Rest des Gebäudes verbunden, nannte er als Beispiel. Lukas warnte vor Kostensteigerungen ähnlich wie beim Lokschuppen. Kämmerer Heinz Bösl teilte dazu mit, bei der Kostenschätzung sei ein Puffer für Unwägbarkeiten eingeplant worden.

Die Grünen entfachten außerdem erneut eine Diskussion über die Frage, ob die Stadt mit der Millionensanierung nicht indirekt den Profisport unterstütze – was nach EU-Recht nicht erlaubt sei. Franz Opperer sieht beispielsweise Probleme bei der Finanzierung der neuen Beleuchtung, die nach der Umrüstung auch länderspieltauglich sein soll.

Es gehe bei diesem Vorhaben nicht um die Durchführung von Länderspielen, die Umrüstung auf LED sei auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, erklärte dagegen Kämmerer Bösl.

„Will Rosenheim ein Eisstadion haben?“

„Witzig“ fand CSU-Fraktionsvorsitzender Borrmann die von den Grünen angeregte Diskussion. Es gehe nicht um den Profisport, sondern darum, ob Rosenheim ein Eisstadion haben wolle oder nicht. Die Starbulls besetzen nur neun Prozent der Eiszeiten, bestätigte Dezernent Michael Keneder, dass es in erster Linie um den Breitensport geht.

„Stehen Sie dazu, wenn Sie das Eisstadion nicht wollen!“, forderte Borrmann die Grünen auf, Farbe zu bekennen. Wenn diese kritische Fragen stellen würden, „heißt das nicht, dass wir das Eisstadion nicht möchten, sondern dass wir verantwortlich für die Stadt arbeiten“, entgegnete Lukas. Öffentliche Förderungen dürften nicht in den gewerblichen Sport fließen. Das wird auch nicht geschehen, erläuterte Keneder. Es gehe darum, eine Sportstätte für die Allgemeinheit zu erhalten.

Die Stadt könne nicht anders als sanieren, betonte Dr. Wolfgang Bergmüller (CSU). Die Investitionen seien die Mindestanforderungen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu dürfen.

„Es geht um die Nachwuchsförderung“

„Rosenheim ist eine Eishockeystadt“, warb Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer für die Investitionen. Dieses Image „hat mit den Profis nichts zu tun.“ Die großen Zeiten der Starbulls, als diese mehrfach deutsche Meister wurden, seien schon lange vorbei. Heute gehe es hier vor allem um die Nachwuchsförderung. „Der Verein hat sich vorgenommen, Jugendlichen eine Chance zu geben, gutes Eishockey zu spielen“.

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