Rosenheim – Die Vorstandschaft der Starbulls begrüßt die Entscheidung des Finanz- und Hauptausschusses. „Sowohl aus Sicht der Stadt, der Steuerzahler, als auch aus Sicht der Stadionbesucher hält der Verein es für sinnvoll, das emilo-Stadion und seinen außergewöhnlichen Charakter zu erhalten und es fit für die Zukunft zu machen“, hieß es gestern in einer Pressemitteilung. Die beschlossene, notwendige Sanierung sei der erste Baustein für die nachhaltige Erhaltung der Spielstätte.
Die Starbulls-Vorstandschaft scheint den langgehegten Traum von einem neuen Eistempel aufgegeben zu haben: „Mit dieser Entscheidung und den bewilligten Geldern seitens der Stadt Rosenheim sieht sich die Vorstandschaft der Starbulls in ihrer Vorgehensweise gemeinsam mit der Stadt bekräftigt und legt mit diesem Schritt die über zwanzig Jahre währende Diskussion um ein neues Eisstadion ad acta“, heißt es weiter.
Die Vorstandschaft kündigte an, sich in den kommenden Terminen mit der Stadt dafür einzusetzen, auch den künftigen Anforderungen um den Breiten- und Nachwuchssport Rechnung tragen zu können. Wie bekannt wurde, fordert der Deutsche Eishockeybund (DEB) einer Studie zufolge deutlich mehr Eiszeiten für die Nachwuchsmannschaften. Um diese Situation zu verbessern, hat der DEB ein Bewertungssystem eingeführt. Für den Eissportstandort Rosenheim hat dies laut Starbulls zur Folge, dass ohne die Bereitstellung deutlich höherer Eiskontingente für die Nachwuchsmannschaften das Modell als Nachwuchs- und Ausbildungsverein in Gefahr ist. Die DEB-Lizenz für die höchsten deutschen Nachwuchsspielklassen könne nach 2020 nicht mehr erteilt werden, so die Einschätzung der Starbulls. Der Verein braucht also dringend eine zweite Eisfläche.
Im Haupt- und Finanzausschuss deutete die Oberbürgermeisterin an, dass hier etwas passieren könnte: „Eine zweite Eisfläche erscheint als notwendig“, meinte sie – eine Aussage, die der Verein „erfreut“ zur Kenntnis genommen hat. Wird hinter den Kulissen bereits an einer Lösung gearbeitet? Das legt zumindest der Schluss der Starbulls-Stellungnahme nahe: „Der ausdrückliche Dank seitens der Starbulls gilt dabei Frau Oberbürgermeisterin Bauer, allen Stadträten für ihr Engagement und der Stadt für die in allen Belangen sehr konstruktive und ausgesprochen partnerschaftliche Zusammenarbeit.“ ku