Schülerwettbewerb

Die Lust am Vorlesen

von Redaktion

Vorlesen will gelernt sein: Beim Stadt- und Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs in der Rosenheimer Stadtbibliothek stellten neun Schülerinnen und Schüler ihr Können unter Beweis.

Rosenheim – Kilian Grübler konnte sein Glück kaum fassen, als die Jury seinen Namen als Sieger bekannt gab. „Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet und fühle mich einfach super“, so der Schüler vom Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium. Grübler las eine Passage aus dem Buch „Tintenherz“ von Cornelia Funke vor und begeisterte nicht nur die Juroren, sondern auch die Zuhörer. Der Sechstklässler las nahezu fehlerfrei und zog die Anwesenden für kurze Zeit in die von Funke erschaffene Fantasiewelt.

Gänsehautmomente bei der Jury

„Aus einem Buch vorzulesen, das vom Vorlesen handelt, ist natürlich sehr besonders und hat bei mir für Gänsehaut gesorgt“, so Jury-Mitglied Sarah Fischbacher, die Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und in unterschiedlichen Rosenheimer Theaterensembles spielt. Mit ihr die Punkte verteilten Julia Witte von Radio Regenbogen, die Künstlerin und Schauspielerin Hilke Meyer, Johann Struck, bekannt bei den Rosenheimern als Bücher Johann, und OVB-Volontärin Anna Heise.

Der Stadt- und Kreisentscheid war in zwei Teile unterteilt. Die Schüler begannen damit, ein Buch ihrer Wahl vorzustellen und eine Textstelle vorzulesen. Exemplare, für die sich die Teilnehmer entschieden hatten, waren unter anderem: „Tränenbringer“ von Clara Vidalis, „Gefahr auf der Burg“ von Tony Davis, „Der Tag, an dem ich cool wurde“ von Juma Kliebenstein und „Der alte Garten“ von Maria Luise Kaschnitz.

„Die Auswahl einiger Bücher hat mich sehr überrascht“, so die Leiterin des Kinderhauses, Gabriela Schmidt. Beispielsweise der Roman „Tränenbringer“, ein Krimi, hatte es in sich. „Ich bin ein Horror-Fan, habe das Buch zufällig gefunden und finde es recht spannend“, begründet Anida Covic von der Mittelschule Aising ihre Entscheidung und trug den schwierigen Text mit Bravour vor.

Der zweite Teil des Vorlesewettbewerbs bestand darin, einen Fremdtext vorzutragen. Ausgewählt wurde das Buch „Die Mississippi-Bande“ von Davide Morosinotto. Alle Schüler meisterten diesen doch sehr schwierigen Text hervorragend und begeisterten die Juroren.

Am Ende konnte es aber nur einen Sieger geben und der, da war sich die Jury schnell einig, trug den Namen Kilian Grübler. Für ihn geht es nun weiter zu den Bezirksentscheiden, die im März und April stattfinden. Mit dabei: sein Lieblingsbuch „Tintenherz“. hei

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