Das Motto „Dia de los Muertos“ bedeutet übersetzt: „Tag der Toten“. Warum wird es trotzdem alles andere als traurig zugehen im Rosenheimer Fasching?
Ernst Fürbeck: „Der Tag der Toten ist keine Trauerveranstaltung, sondern ein farbenprächtiges Volksfest zu Ehren der Toten. Aufgrund dessen haben wir uns entschieden, es zu unserem diesjährigen Motto zu machen. Es zog uns einfach nach Mittelamerika und Mexiko. Die Choreografie, Musik, Kostüme und Requisiten, all dies wurde mühevoll zusammengestellt. Als feststand, dass es etwas Besonderes wird, fand man nach den ersten Proben auch den passenden Namen für das diesjährige Motto: »Dia de los Muertos«.“
Wie kam es zur Entscheidung, ein Motto zu wählen, das ungewöhnlich und auch erklärungsbedürftig ist?
„Wichtig ist für uns ein Motto, das im Fasching in der Region noch niemals präsentiert wurde. Gleichzeitig muss sich dieses Motto auch umsetzen und auf kleinen und großen Bühnen aufführen lassen.“
Wie ist Ihre Erfahrung bisher: Ist es schwer, den Narren das Motto zu vermitteln? Wie ist die Resonanz auf den Versuch, den Geist der Vergangenheit zu wecken?
„Nein, da gibt es keine Probleme, weil die meisten nicht den Geist sehen, sondern ein einzigartiges und reizvolles Thema mit Lebensfreude für eine kurze und schnelle Faschingssaison – wie auch in Mexiko. Der Beifall und die Resonanz der Zuschauer bestätigen dies.“Interview Heike Duczek