Rosenheim – Adalbert Meishammer hat gestern die Verdienstmedaille der Stadt Rosenheim erhalten. Der 73-Jährige Aisinger freute sich sehr über diese hohe Auszeichnung. „Ich nehme die Verdienstmedaille aber auch für alle anderen an, die sich ehrenamtlich für unsere Stadt engagieren“, sagte er bei der Feierstunde im Büro der Oberbürgermeisterin.
Adalbert Meishammer ist ein Mann mit vielen Aufgaben: Seit vielen Jahren ist er engagiertes Mitglied bei den Rosenheimer Feuerschützen. Als Jugendschöffe kam er von 2014 bis 2018 im Landgericht Traunstein zum Einsatz. Außerdem war er Initiator und Motor des Wohnungsbaus nach dem „Einheimischen-Modell“ in Rosenheim in den Jahren 1983 und 1984.
Die große Leidenschaft des 73-Jährigen ist aber die Geschichte der Stadt. Er hilft seit vielen Jahren mit, sie zu erforschen und für die Nachwelt zu erhalten. Deshalb hat er beispielsweise beim Theater Rosenheim vor einigen Jahren als „Bufdi“ ein Archiv erstellt, in dem alle 200 Theaterstücke und rund 1300 Theaterspieler erfasst sind. Nach wie vor pflegt und erweitert er dieses einmal im Jahr.
Sein historisches Wissen kam auch den Ausstellungen „Aising – früher und heute“ im Jahr 2015 und „Happing – früher und heute“ im vergangenen Jahr zugute, bei deren Konzeption und Durchführung er maßgeblich mitgewirkt hat.
Derzeit sammelt, digitalisiert und archiviert Meishammer Sterbebilder und fotografiert Gräber auf den Friedhöfen zur Ahnenforschung.
„Sein Engagement für die Stadt ist einzigartig“, sagte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei der Überreichung der Verdienstmedaille. Meishammer sei eine Persönlichkeit, die es verstehe, sich in Themen hineinzuversetzen und das auf unwahrscheinlich professioneller Ebene. wu