Na, wie war gestern das Katerfrühstück? Haben Sie Ihrem Stubentiger Valentin – ja, dessen Namenstag fiel seltenerweise heuer mit dem Aschermittwoch zusammen – Whiskas, Sheba, Miamor, Felix, Vitakraft oder Royal Canin gereicht? Ach, ganz falsch. Es geht ja beim Katerfrühstück nicht um Katzenfutter, sondern um den Nüchternmacher für Faschingsgeschädigte nach dem Kehraus. Sollte der Katerinhaber gestern Früh deshalb nicht rechtzeitig aus den Federn gekommen sein, so wurde er möglicherweise von seinem hungrig maunzenden Haustier geweckt.
Der Katzenjammer hingegen erscheint auch bei Zeitgenossen, die keine Katzenhalter sind. Sie hatten sich ihren Kater am Faschingsdienstag geleast und versuchten nun, ihn mit allerlei Hausmitteln so schnell wie möglich wieder loszuwerden, da er noch im Hirnkastl herumtigerte.
Nun regiert statt des Prinzenpaares die Fastenzeit. Möglicherweise haben sich in den vergangenen zwei Monaten ein paar Kilogramm durch üppig genossenes Hüftgold auf der Figur angelagert. Jetzt gilt es, stark zu sein bei kulinarischen Sonderangeboten. Nix gibt’s – oder zumindest weniger.
Da könnte ein guter Vorsatz fürs neue Jahr greifen: Von allem weniger, dafür aber bessere Qualität! Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren, chemiefrei aufgezogenes Gemüse – all das verursacht beim regionalen Bauern höheren Aufwand und kostet den Verbraucher etwas mehr, muss aber dafür nicht per Lkw auf der Autobahn aus Niedersachsen herangekarrt oder per Flugzeug aus fernen Ländern hereingeflogen werden.
Eigentlich hat erst jetzt die stade Zeit begonnen – bitte vormerken für den Advent 2018…