Rosenheim – Auftrag erfüllt: Die Stadt hat, wie vom Stadtrat gewünscht, die Kosten für die Generalsanierung des Kultur- und Kongresszentrums (Kuko) heruntergeschraubt. Aber: Von den 900000 Euro, die eingespart wurden, müssen 700000 Euro wieder ausgegeben werden. Denn das Vorhaben wurde erweitert – um die Umrüstung von Toiletten, eine neue Lüftung und neue Trennwand sowie um einen Garderobenanbau.
Letztere Maßnahme stieß im Stadtrat auf Kritik. Franz Lukas, Fraktionssprecher der Grünen, sieht die Notwendigkeit, auf den Anbau zu verzichten, um den Sparwillen deutlich zu machen. Herbert Borrmann, Fraktionsvorsitzender der CSU, nannte die Baumaßnahme „richtig“, äußerte jedoch sein Bedauern darüber, dass es keine Alternative zum Anbau gab. Er kostet 320000 Euro – eine Summe, für die auch ein Einfamilienhaus hingestellt werden könnte, wiederholte Borrmann seine Kritik aus dem Haupt- und Finanzausschuss. Er erinnerte daran, dass sich lediglich die Mehrausgaben verringert hätten. Die Kosten waren von ehemals etwa elf auf jetzt 18 Millionen Euro gestiegen.
„Gerechtfertigt“ nannte Elisabeth Jordan den Anbau. „Voll dafür“ ist auch Rudolf Hötzel (Republikaner). Doch er appellierte, auch beim Eisstadion so großzügig zu sein, wenn es um Sanierung oder Anbauten gehe. Damit spielte er auf die zweite Eisfläche an.
Robert Multrus, Fraktionssprecher der Freien Wähler/UP, sieht ebenfalls die Notwendigkeit des Anbaus im südlichen Bereich des Kukos. Er soll vor allem großen Veranstaltungen dienen. Rosenheim will sich noch stärker als Kongressstadt positionieren. Dafür sind größere und funktionalere Garderoben- und Gastronomiebereiche notwendig.duc