Von Turnern und Sportlern

von Redaktion

Ausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen“ am Karo bis Donnerstag zu sehen

Rosenheim – Bis zum 15. März ist in der Mensa des Karolinen-Gymnasiums die Ausstellung der FC Bayern-Erlebniswelt „verehrt – verfolgt – vergessen: Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München“ zu sehen.

Zur Eröffnung begrüßte Schulleiterin Sigrid Rechenauer neben allen neunten Klassen den Fußballhistoriker des FC Bayern, Armin Radtke, der den Schülern einen informativen Einblick in die Entstehung des Fußballsports im 19. Jahrhundert gab. Direktorin Rechenauer stellte in ihrer Begrüßung heraus, dass im (Profi)Fußball dieselben Werte gelten wie auch in der Schülerschaft am Karo: Toleranz, Respekt und Zusammenhalt.

Radtke erläuterte, dass die deutschnational und teilweise antisemitisch geprägte Turnerbewegung beziehungsweise die Turnvereine im 19. Jahrhundert mit dem aus England kommenden, wettbewerbsorientierten Fußballsport wenig anfangen konnten. Der Sport wurde gar als „Fußlümmelei“ verachtet. Daher war es wenig verwunderlich, dass sich im Jahr 1900 ein eigener Fußballverein, der FC Bayern, in München mit 17 Gründungsmitgliedern, darunter zwei jüdische Bürger, zusammenfand. Generell zeigte sich der FC Bayern als weltoffener Verein, der lange vor den Zeiten der Champions League häufig Spiele im europäischen Ausland bestritt. Etwa zehn Prozent aller Vereinsmitglieder waren Juden.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten mussten viele Funktionäre und Spieler ihr Engagement beim FC Bayern aufgeben. Neun Lebensschicksale werden in der Wanderausstellung im Karo gezeigt. re

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