Rosenheim – Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising will verstärkt auf junge Menschen zugehen. Wie Kirche für Jugendliche einladender werden kann, damit befassen sich die rund 160 Teilnehmer der Frühjahrsvollversammlung des Laiengremiums am heutigen Samstag im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim.
Auf dem Programm stehen außerdem Arbeitsberichte des Diözesanratsvorsitzenden Hans Tremmel und des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx. Um 18 Uhr feiern die Teilnehmer gemeinsam mit Kardinal Marx Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus (Ludwigsplatz 3).
„Kirche hat eine Bringschuld“
Diözesanratsvorsitzender
Hans Tremmel
Diözesanratsvorsitzender Tremmel betont in der Einladung zu der Vollversammlung, es könne „nicht nur darum gehen, Nachwuchs zu rekrutieren, damit wir uns als Kirche nicht erneuern müssen“. Vielmehr sei es Pflicht aller Christen, „gerade in einer rasant sich verändernden Welt so attraktiv und einladend zu sein, dass junge Menschen für die Botschaft Jesu gewonnen werden können – nicht wegen der Kirche, sondern weil ihnen die Beziehung zu Christus nicht vorenthalten werden darf.“ Kirche habe im Hinblick auf die Jugend „eine Bringschuld, der wir bislang nur unzulänglich nachgekommen sind“, so Tremmel. „Dazu ist es unabdingbar, ehrlich und aktiv hinzuhören“, appelliert er.
Unter anderem sind Vertreter der Kolpingjugend, des Ministrantenverbandes und der Gemeinschaft Emmanuel dabei, Mitglieder einer Pfarrjugend und eines Jugendchores, außerdem der kirchliche Sportverband DJK und die Malteserjugend.
Ab 14 Uhr diskutieren die Teilnehmer der Vollversammlung im Rosenheimer Kuko zunächst über Veränderungen an den Rechtsgrundlagen der Laiengremien, bevor gegen 15.15 Uhr die Berichte von Tremmel und Marx sowie die Aussprache darüber auf dem Programm stehen. Die Vollversammlung, bei der auch eine Reihe von Jugendlichen zu Gast sind, hat der Diözesanrat gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend vorbereitet.
Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising ist die höchste Vertretung der Laien in der Erzdiözese und über die Pfarrgemeinde- und Dekanatsräte sowie die Verbände demokratisch gewählt. Die mehr als 200 Mitglieder des Diözesanrates treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst zu ihren Vollversammlungen. re