Pang – „Laut Information des Straßenbauamtleiters könnte der Zaun bis Ende Mai fertiggestellt sein,“ sagte Jagdvorsteher Sepp Loferer in der Versammlung der Panger Jagdgenossen. Dass dieser Wildschutzzaun den sogenannten „genetischen Austausch“ zwischen den Rehpopulationen von Pang und Aising unterbinden würde, wie der Pächter eines Nachbarjagdreviers befürchtet, bezeichnete Loferer als „kuriose Argumentation“. „Die bei fehlendem Zaun weiterhin getöteten Rehe können auch nicht mehr zum genetischen Austausch beitragen,“ so Loferer weiter.
Zwar stelle das amtliche Verbissgutachten an den forstlich festgelegten Punkten keinen übermäßigen Verbiss fest, das heiße aber nicht, dass an anderen Plätzen nicht doch Schäden vorhanden sein können, so der Jagdvorsteher.
„Die Anforderungen der Abschusspläne in unseren Revieren wurden sehr gut erfüllt. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass in den Streckenlisten auch 30 Rehe als Fallwild enthalten sind. Davon wurde die Mehrzahl allein auf der stark frequentierten Westtangente zusammengefahren,“ bedauerte Loferer. Ob sich Revierpächter Stefan Fischbacher zukünftig noch um die Jagd an dieser gefährlichen Straße bewerbe, machte er auch von der Vervollständigung des Wildschutzzaunes abhängig.
Mit Reitern, Joggern, Bikern und anderen Freizeitaktiven spät abends muss sich Jagdpächter Franz Schmid auf seinem Ansitz nahe Schlarbhofen auseinandersetzen: „Ich habe nichts gegen die Leute, aber um diese späte Zeit sollte man der Natur ihre Ruhe lassen.“
Loferer lobte Jäger Hans Grießer für seine erfolgreiche Kontrolle der Krähenbestände. Die Absperrung des Hochfilzenweges durch den Bodenverband sorgt dafür, dass nur noch berechtigte Autofahrten in die Filze unternommen werden, was den Weg schont, wie Revierpächter Markus Storch erklärte.
Verhaltensregeln
für Hundebesitzer
Otmar Kalbhenn von der unteren Jagdbehörde griff unter anderem die Hundeproblematik auf. Dazu präsentierte er die von der Stadt bereitgestellten Schilder mit Verhaltensregeln für die Hundebesitzer.
Keine guten Zeiten sieht Bauernobmann Martin Grießer auf die Landwirte im Gebiet zukommen. Nachdem die Landschaft bereits von der Westtangente durchschnitten wurde, hängt als Nächstes das Damoklesschwert der Brenner-Zulaufstrecke über der Region. Die Jagdgenossenen stimmten dem Vorschlag von Loferer zu, der Westerndorfer Kirche zum 350-jährigen Jubiläum 500 Euro zu spenden.re