Zehn Jahre Freundeskreis

337000 Euro für den Lokschuppen

von Redaktion

Fast 800 Mitglieder und eine Fördersumme von 337000 Euro für das Ausstellungszentrum Lokschuppen: Diese stolze Bilanz kann der Freundeskreis Lokschuppen zu seinem zehnjährigen Bestehen vorweisen.

Rosenheim – „All unsere persönlichen Mitglieder, unsere Firmenmitglieder und Spender haben zu diesem Erfolg beigetragen. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich“, sagte der Vorsitzende Heinz-Werner Bleyl auf der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises: „Mit dem Geld konnten wir dem Lokschuppen nicht nur ideell, sondern auch finanziell unter die Arme greifen.“

Auch „Pharao“ profitierte

Auch die Ausstellung „Pharao“ profitierte vom Engagement des Freundeskreises. „Nur mit dieser Unterstützung konnten zwei für die Ausstellung sehr wichtige Exponate überhaupt ausleihfähig gemacht werden“, berichtete Lokschuppen-Leiter Dr. Peter Miesbeck: „Der reich bemalte Kastensarg aus dem Mittleren Reich und die Mumie der Ta-cheru mussten restauriert und zugleich wissenschaftlich erschlossen werden.“

Miesbeck und Peter Lutz, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress-GmbH, bedankten sich mit einem Präsent bei Heinz-Werner Bleyl für dessen langjähriges Engagement als Vorsitzender sowie bei der gesamten Vorstandschaft. Rosenheims Zweiter Bürgermeister Anton Heindl nannte den Freundeskreis eine „unabkömmliche Unterstützung“ für das Ausstellungszentrum.

Rund 60 Prozent der Fördersumme der vergangenen zehn Jahre stammen aus Beiträgen von Mitgliedern. Der Rest kommt von zahlreichen Spendern und Projektpaten. Letztere finanzierten weitere Audioguides und Museumsstühle, die insbesondere Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Besuch der Ausstellungen erleichtern. Für beides sucht der Freundeskreis weitere Paten.

Ganz oben auf der Wunschliste steht für 2018 die finanzielle Unterstützung für das geplante Online-Ticketing, das Besuchern es ermöglicht, ihre Eintrittskarte im Internet zu erwerben. Das erspart das Anstehen an der Kasse und hilft, den Andrang an besucherstarken Tagen besser zu bewältigen.

„Saurier – Giganten der Meere“ kommen

Das Ausstellungszentrum ist bis Herbst 2019 wegen Sanierung und Modernisierung geschlossen. „Deshalb hat unser Vorstand beschlossen, die Fördermittel aus 2018 zusammen mit den Mitteln aus 2019 in die Ausstellung ‚Saurier – Giganten der Meere‘ 2019 zu investieren“, erläuterte Bleyl.

Die Mitglieder des Freundeskreises informierten sich im Anschluss über die laufenden Bauarbeiten im Lokschuppen. Miesbeck erläuterte gemeinsam mit Architekt Sven Grossmann die Pläne. Thema war auch die geplante Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere.“ Kurator ist Dr. Bernd Herkner, Leiter des Senckenberg-Naturmuseum. Mit diesem Museum hatte der Lokschuppen bereits 2009 bei seiner bislang erfolgreichsten Ausstellung „Dinosaurier“ zusammengearbeitet. Damals kamen 283000 Besuchern. Miesbeck hofft, dass dies ein ein gutes Omen ist. re

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