Nach Vergiftung: Kontrolle in Shisha-Bars

von Redaktion

Grenzwerte eingehalten, trotzdem Verstöße

Rosenheim – Die Polizeiinspektion Rosenheim, das Hauptzollamt und die Stadt Rosenheim haben gemeinsam mit Unterstützung der Kriminalpolizei, der operativen Ergänzungsdienste sowie der Bereitschaftspolizei und der Feuerwehr Kontrollen in Rosenheimer Shisha-Bars durchgeführt. Grund war die Kohlenmonoxid-Vergiftung eines 16-Jährigen im Februar 2017 und die wiederholten Verstöße der Betreiber.

Erfreulich war, so die Polizisten, dass diesmal in keiner der vier kontrollierten Shisha-Bars die Kohlenmonoxid-Grenzwerte überschritten wurden. Entsprechende Auflagen der Stadt waren von den Betreibern umgesetzt worden. Dennoch bemängelten die Beamten Verstöße – unter anderem gegen das Gesundheits- und das Jugendschutzgesetz.

Erschreckend fanden die Beamten, dass in zwei Shisha-Bars die Notausgänge versperrt waren und den Besuchern somit kein zweiter Rettungs- und Fluchtweg zur Verfügung stand. Aufgrund dieser Verstöße wurden mehrere Bußgeldverfahren gegen die Betreiber eingeleitet.

Beamte des Hauptzollamts prüften, ob der zum Rauchen verwendete Wasserpfeifentabak in Deutschland zugelassen ist und ordnungsgemäß versteuert wurde. In zwei Bars fanden die Zollbeamten sowohl nicht zugelassenen Tabak, als auch Großbehältnisse mit Wasserpfeifentabak, bei denen das Steuersiegel aufgebrochen worden war. Es wurden sechs Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt. Gegen die Betreiber wurden Steuerstrafverfahren wegen gewerbsmäßiger Steuerhehlerei eingeleitet.re

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