Diamantene Hochzeit von Ingrid und Werner Krämer

60 Jahre voller Vertrauen

von Redaktion

Mit einer Person 60 Jahre verheiratet zu sein, das können sich heutzutage nur noch die Wenigsten vorstellen. Ingrid und Werner Krämer haben es geschafft und feierten jetzt ihre diamantene Hochzeit.

Rosenheim – Hinter jedem erfolgreichen Mann steht bekanntlich eine starke Frau. Die Eheleute Krämer verkörpern diese Binsenwahrheit. Seit 60 Jahren sind die beiden jetzt schon verheiratet. Begonnen hat ihre Liebe in Holzkirchen – auf dem gemeinsamen Weg zum Bahnhof. „Ich habe sie zuerst angesprochen“, berichtet Werner Krämer. Er fügt schmunzelnd hinzu: „Damals war sie noch schüchtern.“

Zwei Jahre später folgten die Hochzeit und dann das erste Kind. „Heute haben wir drei Kinder, sechs Enkel und zwei Urenkel“, berichtet Ingrid Krämer strahlend. Familie ist den beiden wichtig, das betonen sie im Gespräch mit den Heimatzeitungen oft.

Jahrelang war der Happinger Redakteur beim OVB. Er leitete den Wendelsteinkalender, für den er noch heute als Autor tätig ist. Als Heimatforscher arbeitet er eng mit dem Stadtarchiv zusammen. Viele seiner Fotografien und Recherchen leisten einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Entwicklung Rosenheims seit den 1940er-Jahren. Außerdem veröffentlichte der Journalist diverse Bücher.

Für sein Engagement wurde er unter anderem mit der goldenen Bürgermedaille der Stadt und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Ehrungen und Erfolge, die ohne seine Frau nicht möglich gewesen wären: „Sie hat mich immer unterstützt. Ich gebe keine Arbeit heraus, bevor meine Frau sie nicht gegengelesen hat.“ Ingrid Krämer winkt bescheiden ab, aber man merkt ihr an, wie stolz sie auf ihren Gatten ist: „Ich habe ihm immer den Rücken freigehalten.“

Viel haben die beiden in ihrer gemeinsamen Zeit während der vergangenen 60 Jahre erlebt: Volkstanz, jährliche Reisen und Auflüge quer durch Deutschland mit einem Wohnwagen.

Das Geheimnis ihrer 60-jährigen Ehe: „Geduld und Verzeihen“, ist sich Werner Krämer sicher. „Vertrauen und sich gegenseitig Freiheiten lassen“, ergänzt seine Frau.

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