Rosenheim – „Akut gibt es keinen Anlass für eine Sperrung“, wies Tiefbauamtsleiter Joachim Stein die schlimmsten Befürchtungen zurück. Doch fest steht: Nachberechnungen müssen jetzt Antworten auf die Frage liefern, ob eine Generalsanierung wirtschaftlich noch möglich oder ein Neubau notwendig ist. In etwa drei Monaten werden die Ergebnisse zur Restlebenszeit und Dauer der Tragfähigkeit erwartet.
Der Brückenberg, Schlüsselverbindung in die Stadt, stammt aus den 70er-Jahren. Während das Widerlager, auf dem die Brückenkonstruktion aufliegt, im Norden noch einigermaßen in Ordnung ist, zeigte die stärker geneigte Südseite einen deutlich schlechteren Zustand, so Stein. Er sprach von einer Vielzahl von Defiziten: Hohlstellen in den Spanngliedern, zum Teil besorgniserregende Korrosionsschäden, Abplatzungen, Rostbefall.
Eine Generalsanierung würde etwa 1,5 Millionen Euro kosten. Lohnt sich das noch? Die Stadt hat sich die Flächen neben der Brücken bereits gesichert. Käme es zu einem Neubau, würde dieser neben der alten Brücke entstehen. Eine Vollsperrung wäre nicht erforderlich, betonte Stein auf Anfrage des CSU-Fraktionsvorsitzenden Herbert Borrmann.
Die Erleichterung war im Ausschuss deutlich zu spüren.