Rosenheim – Die polizeilichen Ermittlungen zum Unfalltod einer 45-jährigen Radfahrerin an der Abbiegung Westerndorfer Straße/Schlößlstraße laufen noch. Eine detaillierte Unfallanalyse liegt bisher nicht vor, teilte der Rechtsdezernent der Stadt, Herbert Hoch, im Verkehrsausschuss des Stadtrates mit.
Mittlerweile hat eine Ortsbesichtigung mit Besprechung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an dieser Stelle stattgefunden, an der neben Vertretern des Staatlichen Bauamtes, der Stadt, der Polizei, der Verkehrswacht, des Staatlichen Schulamtes auch Eltern und die Leitung der Schule Westerndorf St. Peter teilnahmen. Hoch verwies darauf, dass es sich nicht um einen Schulwegunfall gehandelt habe, doch Schulweghelfer und Kinder waren Zeugen. Sie seien zum Teil traumatisiert.
Vorschläge diskutiert
Bei der Ortsbesichtigung wurden nach Angaben des Rechtsdezernenten mehrere Vorschläge diskutiert, welche die Rechtsabbiegesituation und Sicherheit für Radfahrer an dieser Stelle verbessern sollen. Es gehe unter anderem um Änderungen von Ampelschaltungen, um die Frage einer Gehwegverbreiterung und Bordsteinabsenkung sowie um bessere Sichtbeziehungen in der Kurve, teilte Hoch weiter mit.
Die Schulwegsicherung ist auch seit vielen Jahren Thema in den Bürgerversammlungen für den Norden der Stadt. Auch Georg Soyer, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Westerndorf St. Peter, und Gabriele Leicht, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Erlenau/Westerndorf St. Peter, bestätigen auf Anfrage, wie sehr die Thematik vor allem die Familien im Stadtteil Westerndorf St. Peter beschäftigt.
Ein Sicherheitsrisiko auch aufgrund fehlender Gehwege: ist die Schlößlstraße. Für ihren Ausbau wird es ein gesondertes Bürgerbeteiligungsverfahren geben. Dies kündigte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Verkehrsausschuss des Stadtrates an. Noch vor der Sommerpause würden nicht nur die Anwohner, sondern auch die Bewohner der Siedlungen nördlich und südlich der Schlößlstraße zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der sie ihre Wünsche an den Ausbau und die Schulwegsicherheit einbringen könnten.
Die SPD-Fraktion hatte eine gesonderte Beteiligung in einem Antrag gefordert. Abuzar Erdogan nannte als Grund Forderungen der Anwohner zur Verkehrssicherheit und Lärmreduzierung. Viele wünschen, so Erdogan, dauerhaft eine Tempobegrenzung auf 30. Diese war übergangsweise aufgrund der schlechten Qualität der Schlößlstraße eingeführt worden.