um Konfliktlösung Bemüht

Wunsch: „Mehr Platz zum Spielen“

von Redaktion

„Mehr freien Platz für Kinder zum Spielen“, wünscht sich Pfarrer Sebastian Heindl im Bereich der Kirche Christkönig. Die Umsetzung ist nicht einfach. Wo Kinder und Jugendliche sich aufhalten, kommt es schnell zum Ärger mit Anwohnern. Pfarrer Heindl setzt auf „vorbeugende Konfliktlösung“ und lud Kinder, Eltern und Anwohner zum offenen Gespräch in den Pfarrgarten ein.

Rosenheim – Aus dem Kindergarten Christkönig wurde 2008 das Familienzentrum – eine Begegnungsstätte, die Kleinkindbetreuung, Kindergarten, Hort, Familien- und Erwachsenenbildung, Angebote für Schüler, aber auch Beratung in unterschiedlichen Lebenslagen umfasst. Untergebracht ist in den Räumlichkeiten auch der Jugendtreff „Loniko“. Betreut wird dieser von ausgebildeten Sozialpädagogen. Träger ist der Vinzentiusverein. Geöffnet ist der Treff Montag und Mittwoch von 15.30 bis 18.30 Uhr für die Kinder und Dienstag und Freitag von 15.30 bis 18.30 Uhr für die Jugend.

Außerhalb der Öffnungszeiten trifft sich die junge Generation gerne auf dem Vorplatz des Familienzentrums, auch wenn der Aufenthalt dort dann eigentlich für sie verboten ist. Dabei kann es auch mal laut werden. Außerdem bleiben oft leere Flaschen, Zigarettenkippen oder anderer Müll zurück. „Dadurch kommt es immer wieder einmal zu Beschwerden durch die anderen Besucher des Familienzentrums und von Nachbarn“, erzählt Sozialpädagogin Aenne Kerber vom Jugendtreff.

Auch Pfarrer Sebastian Heindl ist diese Situation bekannt. Als Hausherr schaut er darum regelmäßig an diesem Platz vorbei und redet den Jugendlichen manchmal auch ins Gewissen. Generell vertreiben will er sie aber keinesfalls: „Die Kirche soll doch ein Ort sein, an dem sich alle Kinder willkommen fühlen.“

Darum öffnet er auch gerne den Pfarrgarten zum Fußballspielen. Generell gibt es seiner Meinung nach nämlich im Bereich der Christkönig viel zu wenig freie Flächen zum Spielen und Toben.

Speziell für den Vorplatz des Familienzentrums wünschen sich Pfarrer Heindl und die beiden Sozialpädagogen Aenne Kerber und Veronika Meier eine ansprechendere Gestaltung. „Schön wäre beispielsweise eine Tischtennisplatte“, so Aenne Kerber. Bisher scheitert die Umsetzung aber an den finanziellen Mitteln.

Um mit den Kindern, Eltern und den Anwohnern in einen Dialog treten zu können, fand kürzlich ein Grillnachmittag statt mit der Möglichkeit zu einem offenen Gespräch. Der Einladung folgten aber nur eine Mutter und ein Vater, dafür jedoch 25 Kinder. „Denen habe ich dann erklärt, dass es notwendig ist, Regeln einzuhalten und auch wie diese aussehen“, erzählt Pfarrer Heindl.

Für Dienstag, 24. Juli, ist eine Ausstellung geplant, organisiert vom Jugendtreff und umgesetzt von Kindern. Sie fotografieren und filmen aktuell in ihrer Wohngegend Orte, die sie besonders schön finden, aber auch jene die ihnen gar nicht gefallen.

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