Musik und Rosen beim Konzert

von Redaktion

Talentförderklasse der Musikschule Rosenheim beeindruckte

Rosenheim – Die Talentförderklasse der Musikschule Rosenheim hatte zu einer Sonntagsmatinée in den Künstlerhof eingeladen. Zahlreiche Besucher ließen sich dieses Angebot nicht entgehen.

„Zehn Ausnahmetalente im Alter von acht bis 19 Jahren werden derzeit an der Musikschule Rosenheim mit zusätzlichen Instrumental- und Theoriestunden gefördert, um sich einmal den Wunsch nach einer beruflichen Laufbahn erfüllen zu können“, erklärte Schulleiter Gottfried Hartl in seiner Begrüßung. Alle zehn Künstler präsentierten sich mit ihren anspruchsvollen Beiträgen in bester Verfassung und hatten teils noch weitere Musizierpartner mitgebracht.

Wer hätte gedacht, dass ein Kontrabass auch alle anderen Streichinstrumente in sich trägt. Eva Brockhaus zauberte in ihrer Elegia von Giovanni Bottessini die gesamte Klangpalette von satten Tiefen bis zu höchsten Griffbrettlagen auf ihr Instrument. Mit brillantem Flötenton trug Franka Schweiger zur Klavierbegleitung von Konrad Grudzinski die Mazurka de Salon von Albert Franz Doppler vor. In „La Follia“ von Antonio Vivaldi steigerten Melina Kühbandner und Carolina Lauer die atemberaubenden, kaskadenartig sich überschlagenden Passagen über immer wiederkehrenden Harmoniefolgen zu einem rauschenden Blockflötenfest.

Programmatisch perfekt passte danach das Ständchen von Franz Schubert, das Lisa Baumüller mit glockenreiner Stimme zur dezent feinen Gitarrenbegleitung von Jan-Malte Gentz setzte. Der ließ sich noch einmal als Stimmführer in einer Bearbeitung der Habanera aus der Oper Carmen für vier Gitarren mit seinen Partnern Sophia Bobbert, Simon Amberger und Valentin Bach hören. Ein Hauch französischer Musette erfüllte den Raum, als Lucia Glockner mit ihrem Akkordeon in „ Papillon de nuit“ von Otto Eckelmann den Nachtfalter über die Tasten flattern ließ. Ebenso anrührend gelang Hannah Bauer am Cello der langsame Satz aus dem Cello-Konzert von Luigi Boccherini. Die beiden jüngsten Violintalente, Bernadette Pihusch und Isa Mithani, überzeugten mit ihren temperamentvoll und intonationssicher vorgetragenen Konzertsätzen von Fritz Kreisler und Giovanni Battista Viotti.

Die größte Aufgabe hatte sich dann die zwölfjährige Elisabeth Pihusch gestellt. Mit dem ersten Satz aus dem Violinkonzert in e-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy bewies sie erneut ihre erstaunliche technische wie auch musikalische Reife und bescherte der Veranstaltung und den Zuhörern ein grandioses Finale.

Danach gab es anhaltenden Applaus für die Nachwuchskünstler der Musikschule und zu den musikalischen noch echte Rosen für das weibliche Publikum.re

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