Bundesweite Auszeichnung für Rosenheimer Jugendliche

Engagement als „Herzenssache“

von Redaktion

Die Jugendlichen des Rosenheimer Projekts „Upendo Tamu – Süße Liebe für die Loveschool“ haben es geschafft: Durch ihr soziales Engagement im Bereich der Auslandsprojektarbeit gewinnen sie beim „Children Jugend hilft! Wettbewerb“. Die Nachricht kam jetzt.


München/Rosenheim
– Die besondere Auszeichnung der Kinderhilfsorganisation „Children for a better World“ (kurz: Children) führt die Jugendlichen der Waldorfschule Rosenheim zusammen mit sieben anderen Siegerprojekten zu einem fünftägigen Engagement Camp nach Berlin. Dort nehmen sie an zahlreichen Workshops teil, vernetzen sich untereinander und entwickeln ihre Projekte weiter. Den Höhepunkt bildet der feierliche Empfang in Schloss Bellevue durch Elke Büdenbender, Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Vorläufiger Termin: 23. September, vormittags.

„Upendo Tamu – Süße Liebe für die Loveschool“, so nennen die Waldorfschüler ihr Projekt. Dahinter verbergen sich Verkaufsstände für afrikanische und regionale Produkte sowie Fair-Trade-Schokolade, organisiert bei verschiedenen Veranstaltungen. Mit dem Erlös unterstützen die Jugendlichen die Kinder ihrer Partnerschule im Slum von Nairobi (Kenia). Durch die Organisation von Benefizläufen, einen Wow-Day oder das Aufstellen von Pfandtonnen machen sie außerdem auf Lebensbedingungen vor Ort aufmerksam. Die Rosenheimer organisieren sich als Schülerfirma – die gesamte Planung und Organisation liegt ausschließlich in ihren Händen. Seit dem Jahr 2014 sind auf diese Weise knapp 9000 Euro für die Partnerschule zusammengekommen. Allein ein Benefizkonzert 2016 hatte 3500 Euro erzielt. „In der elften Klasse haben die mitwirkenden Schüler zudem die Möglichkeit, im Rahmen eines Sozialpraktikums die Partnerschule vor Ort zu besuchen und Projekte mit den dortigen Schülern zu gestalten“, erklärt Children-Sprecherin Aline Ehrenreich.

Vor Kurzem fand die Entscheidung zu den Siegerprojekten statt, bei der eine hochkarätige Jury, bestehend aus fünf erwachsenen und sechs jugendlichen Experten, in puncto Engagement einen Tag lang diskutierte und eine Entscheidung fällte. „Ich habe das Gefühl, da ist eine echte Auseinandersetzung vor Ort. Die versuchen wirklich, einen Austausch herzustellen. Hier ist große Eigeninitiative von den Schülern zu sehen“, so Lukas März, Mitglied der Wettbewerbsjury. Die Jugendlichen hätten bereits in jungem Alter Verantwortung übernommen und seien aktive Gestalter für die Gesellschaft.

Für ihren Einsatz wurden die Sieger des Projekts auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert.

Das Programm der Kinderhilfsorganisation sieht laut Jakob Faßnacht (Children) als besondere Anerkennung vor, im Frühsommer die Autoren der acht Siegerprojekte zu besuchen und mit ihnen gemeinsam einen Kurzfilm zu gestalten. Arbeitstitel: Eine Reise durchs Land – so hilft Deutschland. Magdalena Bäuml wird die Jugendlichen dabei betreuen. Der Film soll bis zur Berlinreise (ab 19. September) fertiggestellt sein und dort an einem Abschlussabend allen Beteiligten gezeigt werden. re

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