Sie sehen ekelhaft aus – und sind sogar gesundheitsgefährdend: die Eichenprozessionsspinner, die derzeit in Rosenheim Bäume befallen – so auch in Aising, wie unser Leser Christoph Rosenberger auf diesen Fotos festgehalten hat. Ausgerechnet auf dem Spielplatz „Am Aisinger Moos“ ist eine kleine Eichengruppe betroffen. Das Gelände wurde von der Stadt abgesperrt. Die Gespinste befinden sich mehrere Meter hoch an den Bäumen, das Raupennest knapp einen halben Meter über dem Boden, nur etwa einen Meter von der Abgrenzung entfernt. Anlieger sorgen sich, spielende Kinder könnten trotz Einzäunung mit den Raupen in Berührung kommen. Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der im ausgewachsenen Zustand für Mensch und Tier harmlos ist, als Raupe jedoch nicht. Diese schlüpfen meist Ende April und schließen sich sofort zu Prozessionen von bis zu 30 Raupen zusammen. Zum Schutz vor Fressfeinden entwickeln ältere Raupen bis zu 700 000 feine Haare, die bei Menschen allergische Reaktionen wie Hautausschläge, Juckreiz, Hustenreiz oder Brennen in den Atemwegen auslösen können. Ihre giftigen, mit Widerhaken versehenen Haare können durch Luftströmungen weite Strecken zurücklegen und überdauern auch im Bodenbewuchs oder im Unterholz. Da der Eichenprozessionsspinner 2017 auch in Rosenheim verstärkt aufgetreten war, wurde er dieses Jahr mit einem biologischen Mittel auf Naturölbasis bekämpft. Maßnahmen fanden unter anderem im Bereich zwischen Weko und Stadtgrenze im Gewerbegebiet „Am Oberfeld“ sowie am Happinger See, dem Happingerausee und am Floriansee vorbeugend statt. Fotos Rosenberger