Rosenheim – Das neue Einzelhandelsgutachten zeigt klar auf, wo die Herausforderungen der Zukunft liegen: in der Konkurrenz durch Online-Marktplätze. „Doch Amazon und Co. zahlen nicht vor Ort Steuern und leisten auch keinen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben Rosenheims“, betont City-Managerin Sabrina Obermoser. „Deshalb haben wir den Spieß nun umgedreht und bedanken uns bei den Kunden, die in Rosenheim einkaufen, für ihre Treue zum stationären Handel.“
„Kein Hype, ein Fakt.“
Sabrina Obermoser, City-Managerin
Der Flyer der Aktion wird deshalb vielen Einkaufstüten beigelegt und an den Kassen zahlreicher Geschäfte gibt es ein Extra-Dankeschön der Verkäufer oder Berater.
„Nicht immer nur schimpfen über die Online-Konkurrenz, sondern offensiv darauf hinweisen, was der stationäre Einzelhandel dem ausschließlich virtuellen voraushat“, so lautet das Motto der Aktion des City-Managements.
„Das Kaufverhalten hat sich verändert. Es wird viel im Internet geshoppt, dies ist täglich an den Lieferdiensten festzustellen. Kein vorübergehendes Phänomen, kein Hype, ein Fakt“, sagt Sabrina Obermoser fest.
Gemütliches Shoppen könne jedoch nicht nur von der Couch aus erfolgen. Service, Beratung und der direkte Kontakt seien nur ein paar der Vorteile, die man bei einem Einkauf vor Ort erfahre. „Ob Änderungen an der Größe, Lieferservice nach Hause oder Personal-Shopping-Beratung: Die Rosenheimer Händler profilieren sich dadurch gegenüber dem Internet.“ Hinweise von Online-Versandhäusern, bestellte Produkte würden noch am selben Tag geliefert, seien nichts Neues. „Das bieten viele Händler schon seit Jahren an und gehört zum selbstverständlichen Service für den Kunden“, betont die City-Managerin.
Mit der Dankeschön-Aktion will der Verein außerdem auf das Engagement hinweisen, das stationäre Händler weit über ihr tägliches Geschäft hinaus für ihren Standort an den Tag legen würden. Sie seien Arbeitgeber und vielfach Ausbilder. Sie würden sich an Spendenaktionen und an Veranstaltungen wie der langen Nacht „Rosige Zeiten“ beteiligen. Sie würden die Weihnachtsbeleuchtung mitfinanzieren oder das Stadtbild mit Blumenschmuck gestalten und soziales Engagement zeigen. „Es werden Steuern vor Ort bezahlt und damit auch die Wertschöpfung in der Region gehalten. Die Betriebe leisten um ein Vielfaches mehr für die Region, als es dem Kunden oft bewusst ist.“
„Es ist schön, dass es in Rosenheim schlicht und einfach menschelt. Dies soll weiter so bleiben“, so Obermoser. duc