Rosenheim – Im Fokus von gleich drei Anträgen der Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen steht der kulturelle Bereich: Da sich die Haushaltslage der Stadt laut den neuesten Quartalszahlen vom Mai deutlich entspannt habe, sollten im vergangenen Jahr beschlossene Kürzungsmaßnahmen bei den entsprechenden Einrichtungen der Stadt wieder zurückgenommen werden.
Dies betrifft auch die personelle Situation. So fordert die Grünen-Fraktion unter anderem, die Arbeitsverträge für die vier Aushilfen in der Stadtbibliothek zu verlängern, das Medienangebot zu erweitern und Wartezeiten bei Vorbestellungen zu verringern. Für Veranstaltungen der Volkshochschule sollte wieder mehr geworben sowie zurückgefahrene Serviceleistungen (etwa Anmeldebestätigungen, Kursbuchungen) aufgehoben werden.
Stadtarchiv: Hier verlangen die Grünen unter anderem mehr Öffnungszeiten, die wissenschaftliche Archivbibliothek an den Standard vergleichbarer Stadtarchive anzupassen und für die Mitarbeiter die „dringend gewünschten Fort- und Weiterbildungen“.
Mehr Ausstellungen und die neunwöchige Sommerpause verkürzen – das wird für die Galerie beantragt, während für das Städtische Museum mindestens zwei Sonderausstellungen jährlich und verstärkt Restaurierungsarbeiten an Objekten eingefordert werden.
Dringende Sanierungen, vor allem im Kellerbereich (eindringendes Wasser) hatte das Zentrale Gebäudemanagement bei Galerie und Archiv festgestellt. Die notwendigen Maßnahmen sollen laut Antrag zeitnah, spätestens 2019 erfolgen. Die Stadtratsfraktion warnt ansonsten vor Verlusten von wertvollem Archiv- und Kulturgut bei einem möglichen Hochwasserereignis.
Die Grünen-Fraktion erinnert außerdem an eine baukulturelle Verantwortung sowie Vorbildfunktion der Stadt und reklamiert „Kunst am Bau“ bei künftigen größeren Gebäudekomplexen, auch von Dritten (Beispiel: Bahnhofsareal), wobei sie eine Orientierungshilfe zur möglichen Finanzierung mitliefert. ew