Rosenheim – Rund 135 000 Euro mehr als ursprünglich geplant kostet der Ausbau der Ebersberger Straße. Beim Haupt- und Finanzausschuss reagierten einige Stadträte über diese Meldung mit Unverständnis. Bei der Genehmigung des Projekts ging die Stadtverwaltung von Gesamtkosten in Höhe von 300000 Euro aus. Jetzt musste der Kostenrahmen nach oben korrigiert werden. Zum einen forderte die Polizei im Zuge der Bauausführung eine zusätzliche Bauphase. Außerdem wurde das Aushubmaterial bei einer Laboruntersuchung als belastet eingestuft.
„Ein Nachtrag ist immer schlecht“, ärgerte sich CSU-Stadtrat Herbert Borrmann. Für Firmen sei es damit ein leichtes, zuerst knappe Angebote abzugeben und sich das Geld dann auf diese Weise nachträglich zu holen. SPD-Stadtrat Robert Metzger war mit ihm in diesem Punkt einer Meinung: „Von den Planern sollte man schon mehr Qualität erwarten können.“ Baudezernent Helmut Cybulska konnte diese Wortmeldungen nachvollziehen. „Das ist immer ärgerlich“, meinte auch er.
Überhaupt nicht abfinden konnte sich Herbert Borrmann mit dem im Zuge des Mehraufwands entstandenen zusätzlichen Ingenieurhonorar in Höhe von 10 000 Euro. Er regte an, die Planer zukünftig in derartigen Fällen haften zu lassen.
Dem Beschlussvorschlag zur Bereitstellung der überplanmäßigen Haushaltsmittel wurde schließlich einstimmig zugestimmt, mit dem Zusatz, die Stadtverwaltung möge noch einmal auf das Planungsbüro hinsichtlich des zusätzlichen Honorars einwirken. wu