Fitz-Projekt

Manege frei für kleine Stars

von Redaktion

Wenn aus Kindern wahre Künstler werden, dann ist der Mitmachzirkus in der Stadt. Eine Woche trainierten die 253 Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule im Rahmen des FiTZ- Projektes im Zirkus Flip Flop.

Rosenheim – Einen Käfig brauchen die Zirkustauben nicht. Nach dem Training am Vormittag genießen sie die Ruhe hinter dem Zelt, fressen leckere Mais- und Getreidekörner und baden in einer kleinen Wanne.

Ans Wegfliegen denken sie nicht. Der Zirkus ist ihr Zuhause. Auch die vier Ziegen genießen es, zwischendurch auf dem Sportplatz der Schule von den Sträuchern zu knabbern. Und auch einige Kinder der Astrid-Lindgren-Grundschule würden den Zirkus am liebsten zu ihrem Zuhause machen. Voller Eifer und Enthusiasmus sind sie in die Zirkuswoche gestartet. In mehreren kleinen Gruppen wurde geübt. Jonglieren, Clownerie sowie Akrobatik standen auf der Auswahlliste, nicht zu vergessen die Tierdressuren. Dabei verstanden es die drei Zirkusmitarbeiter, den Kindern die Kombination aus Spiel, Spaß und Spannung näherzubringen.

Jede Gruppe zeigt dann das Gelernte in einer Veranstaltung am zweiten Trainingstag. Den großen Abschluss bildete die Gala.

Zwölf Zirkusnummern wurden präsentiert

Insgesamt zwölf Zirkusnummern präsentieren die Zirkusmitarbeiter aus der Artistenfamilie den Kindern. Anschließend entschieden diese, welche Nummer sie einstudieren wollen.

Die Kinder sind in jahrgangsgemischten Teams eingeteilt. So üben Erstklässler mit Viertklässlern und alle harmonieren gut. In der Gruppe üben die Grundschüler nicht nur den Ablauf der Programmnummer, sondern auch, wie sie ihr Publikum ganz einfach zum Lachen bringen können. So lernen die Grundschüler in der Zirkuswoche nicht nur kleine Kunststückchen, sondern vor allem auch das Miteinander. Lehrer und auch Eltern waren von den Darbietungen, die in so kurzer Zeit eingeübt wurden, begeistert.

Nur selten sieht man sonst die Großen mit den kleinen Erstklässlern spielen. Beim Zirkus aber ist alles möglich. Mit etwas Geschick und viel Übung studieren die Kinder auch das Jonglieren mit Ringen und Tüchern ein. „Das ist schwierig, aber es gibt Kinder aus der Akrobatikgruppe mit Vorkenntnissen. Jedes Kind findet seine Rolle, ob sportlich oder weniger sportlich, schüchtern oder extrovertiert. Und wenn unter professioneller Anleitung gearbeitet wird, sind effektvolle akrobatische Übungen und ganze Nummern in kurzer Zeit zu verwirklichen“, so der Zirkusdirektor Daniel Spindler.

Schon ein Jahr bevor die Projektwoche startet, kümmert sich der Zirkus-Geschäftsführer um die Besprechungen und Planungen mit den Schulen. Mit zwei Wohnwagen und einem Lkw geht es dann quer durch Deutschland. Nur selten bleibt Zeit für eine Verschnaufpause in der niedersächsischen Heimat Wolfenbüttel. „Das Zirkusleben ist kein Zuckerschlecken“, sagt Spindler. Den größeren Kindern erzählt er von den Anstrengungen, die das Reisen, das Auf- und Abbauen und das Training mit sich bringen. Doch der Applaus vom Publikum entschädigt. Das lernen auch die Kinder schnell. „Alle sind aufgeregt, wenn sie geschminkt, und kostümiert auf ihren Auftritt warten“, weiß er.

Der Ehrgeiz wird zudem von der Tatsache angestachelt, dass die Besten an der Abschlussgala noch einmal auftreten dürfen. Ein Ziel des Mitmachzirkus ist es, in der Gruppe durch gemeinsames Handeln voneinander und miteinander zu lernen.

Respektvolle Zusammenarbeit sowie Verantwortung für sich und andere zu übernehmen ist Teil des pädagogischen Konzepts in der Manege.

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